Landrat Andreas Meier will, dass Kliniken AG weiter in Hand der Kommunen bleibt
Gegen Privatisierung

Ich möchte ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger haben.
Gibt es im Landkreis Neustadt bald eine Biotonne? 30 Prozent Bioabfälle im Restmüll geben Anlass zum Nachdenken. "Man kann einen ländlichen Landkreis aber nicht mit einer Stadt vergleichen", meinte der frühere Landrat-Stellvertreter Willi Neuer zu den Ausführungen von Landrat Andreas Meier bei der Senioren-Union im Sportheim und sprach damit vielen der 45 anwesenden Mitglieder aus dem Herzen. Meier verwies auf die seit Anfang des Jahres gültige gesetzliche Verpflichtung, ein Konzept für Bioabfälle vorzulegen.

"Den Kreisverband Neustadt gibt es bereits seit der Gründung der Senioren-Union im Jahr 1996. Wir interessieren uns für politische Felder, Gesellschafts- und Kreispolitik", sagte Vorsitzender Georg Stahl, MdL a.D, bei der Begrüßung.

Nach einem Jahr als Landrat zog Meier eine positive Bilanz und vergaß nicht den Start aus einer guten Ausgangslage. Es gebe keine Zeit sich auszuruhen. Große Projekte gelte es anzupacken. Geld sei nun mal eine gute Basis, um handeln zu können. Weil unter Altlandrat Simon Wittmann verantwortungsbewusst mit den Finanzen umgegangen worden sei, mache das uns das Arbeiten um einiges leichter.

Unter das Motto "Mit Augenmaß und Weitblick arbeiten, damit auch spätere Generationen noch Spielraum zum Handeln haben", stellt Landrat Meier seine Kreispolitik und legt "Wert auf einen offenen Umgang mit allen Fraktionen." "Ich möchte ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger haben."

Als nächstes größeres Projekt nannte Meier anstelle des "Kobels" einen barrierefreien Neubau mit Aufzug beim Landratsamtsgebäude. Alle Publikumsbereiche sollen hier gebündelt werden. Eine Behördenverlagerung sei nicht sinnvoll. Der Landrat verwahrte sich gegen den Vorwurf der Benachteiligung von Landkreisteilen.

"Für Bildung will der Landkreis Geld in die Hand nehmen", zeigte der Landkreischef am Beispiel der bevorstehenden Generalsanierung des Gymnasiums Neustadt auf. Als großen Erfolg bezeichnete er, dass mit Beginn des neuen Schuljahres die Technikerschule für Elektrotechnik in Weiherhammer den Betrieb aufnehme.

Bei Asylbewerbern setze man auf eine dezentrale Unterbringung. Meier lobte sein Personal für den geleisteten Verwaltungs-Mehraufwand. Ein klares Nein kam vom Landrat zu einer Privatisierung der Kliniken AG.
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