Liebe und Opferbereitschaft

Ein Bild aus vergangenen Tagen: Maria Greiner, Betty Knorr, Elisabeth Funke, Elisabeth Vollath, Rosl Höllerich und Anni Meyer (von links) gehörten zum Führungsteam des vor 60 Jahren gegründeten Elisabethenvereins mit ambulanter Krankenpflegestation. Bild: sm

"60-jähriges" feiern am Mittwoch der Elisabethenverein und die Krankenpflegestation "St. Elisabeth". Das Jubelprogramm beginnt um 14 Uhr mit einem Gottesdienst in der neuen Pfarrkirche, es folgt ein kleiner Festakt mit Kaffeekränzchen im Pfarrheim statt.

"Dem Nächsten in Liebe dienen", unter diesem Motto der Elisabeth von Thüringen haben einige Altenstädter Frauen vor 60 Jahren die Ambulante Krankenpflege und den Elisabethenverein ins Leben gerufen. "Geburtshelfer" waren damals Maria Greiner und Geistlicher Rat Julius Meister.

Am 22. Juni 1954 kam mit Schwester Nicephora Prischenk vom Kreuzschwestern-Orden die erste Krankenschwester nach Altenstadt. 1963 folgte ihr Schwester Sigbalda Wilhelm. Im gleichen Jahr wurde die lockere Elisabethen-Gemeinschaft in einen eingetragenen Verein mit einem richtigen Vorstand umgewandelt. Maria Greiner übernahm die Führung, Elisabeth Funke die Kasse. Im Jahre 1967 kam noch die Seniorenrunde St. Elisabeth dazu.

Wechselnde Besetzung

In den Anfangsjahren wechselte die Besetzung der Krankenschwesternstelle recht häufig. Erst mit Schwester Walburga Panhölzl bekam die Pflegestation im Jahre 1970 eine langjährige Leiterin. Die Einrichtung nahm unter ihrer Regie einen enormen Aufschwung. Die Schwestern besuchten anfangs zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Kranken. Erst 1976 bekam Schwester Walburga ein Dienstauto. Ohne Fahrzeug wäre die umfangreiche Tätigkeit nicht mehr möglich gewesen.

Das Angebot wurde von immer mehr Personen in Anspruch genommen, so dass auch weltliche Krankenschwestern die Pflege unterstützten. 1978 hatte die Station bereits sechs weltliche Mitarbeiterinnen. Schwester Walburga und ihr Team betreuten nicht nur Patienten in Altenstadt/WN, sondern auch weit darüber hinaus. Die Station wuchs ständig, so dass 1988 die Katholische Kirchenstiftung vom Elisabethenverein die Trägerschaft der Einrichtung übernahm.

Kleines Unternehmen

Schwester Walburga gab 1999 nach 29-jähriger Tätigkeit, die von viel Liebe und Aufopferungsbereitschaft geprägt war, aus Altersgründen die Leitung ab. Sie hat den anfänglichen "Ein-Frau-Betrieb" zu einem kleinen Unternehmen mit heute nahezu 20 Mitarbeiterinnen ausgebaut. Zwischenzeitlich leitet Barbara Pöllmann die Pflegestation.

Die "Elisabethen" unterstützen als Förderverein die Einrichtung. Greiner war 28 Jahre lang Vorsitzende, 1982 folgte Elsa Funke. 1991 übernahm Maria Siebert die Führung. Der Elisabethenverein ist mittlerweile auch Träger von Mutter-Kind-Gruppen, betreut die Seniorenrunde St. Elisabeth und wirkt bei vielen kulturellen oder gesellschaftlichen Veranstaltungen in der weltlichen und kirchlichen Gemeinde mit.
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