Man kennt ihn: Hans Dirscherl mischte jahrzehntelang in der Kommunalpolitik mit - Jetzt feierte ...
Unbeugsames SPD-Urgestein

Hans Dirscherls Name war jahrzehntelang engstens mit der Kommunalpolitik in der Stadt und im Landkreis verbunden. 24 Jahre lang setzte sich der eingefleischte Sozialdemokrat nicht nur im Stadtrat von Vohenstrauß für die Nöte und Sorgen der Bürger ein. Am Sonntag feierte der Altenstädter nun seinen 85. Geburtstag, und natürlich gehörten seine Freunde von der SPD zu den Gratulanten. Noch wenige Tage vorher war Dirscherl bei der Jubelfeier der Fiedlbühler Kapelle, deren Initiator er vor 50 Jahren war, trotz angeschlagener Gesundheit persönlich anwesend.

Sein Engagement ehrte der SPD-Ortsverein vor zwei Jahren mit der höchsten Auszeichnung der SPD, der Willy-Brandt-Gedächtnis-Medaille. Geprägt durch seinen Vater Karl Dirscherl, der Bürgermeister von Altenstadt war, stieg Hans Dirscherl 1972 nach der Gebietsreform ebenso in die Kommunalpolitik ein, kämpfte für die Anliegen der Bürger und nahm kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Rechte der Bewohner ging. Er vertrat fest und überzeugt seine eigene Meinung, gleichgültig was der Rest der Partei oder der Welt dazu meinte.

Diese Geradlinigkeit war stets sein Markenzeichen während seiner kommunalpolitischen Tätigkeit, und es bescherte ihm die Sympathien seiner Wähler. Geschätzt wurde sein Einsatz auch in der Kreispolitik, für die er 18 Jahre mit ganzer Kraft einstand. Die Vohenstraußer wussten seinen Einsatz durchaus zu schätzen. Auch im SPD-Ortsverband übernahm er Verantwortung als Fraktionssprecher unter den Bürgermeistern Ernst Eichl und Franz Pausch. Wenn es auch nicht immer klappte, aber so manche Entscheidung wäre wohl gegen die Region gefallen, wenn Dirscherl nicht vehement diskutiert hätte. In all seinem Tun verschrieb er sich immer der Sozialdemokratie. Deren Partei trat Dirscherl bereits 1952 bei, deshalb erhielt er vor zwei Jahren die Ehrung für 60 Jahre Mitgliedschaft. Zur Kommunalwahl 1996 trat der Altenstädter dann nicht mehr an und beendete somit die politische Ära.

Hans Dirscherl erblickte am 19. Oktober 1929 im Haus in der Fiedlbühlstraße 91 als jüngstes Kind der Eheleute Barbara und Karl Dirscherl das Licht der Welt. Mit knapp 16 Jahren wurde der Bub in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs noch zur Wehrmacht eingezogen. Wieder zurück in der Heimat, erlernte er den Beruf des Kaufmanns bei der BayWa in Floß. Danach war er bis zu seinem Ruhestand Verkaufsfahrer der Molkereigenossenschaft Pleystein und Weiden. Seine Ehefrau Barbara, eine geborene Völkl aus Hagenhaus, lernte der Altenstädter in der Weißbiergaststätte Behringer kennen. Am 15. Februar 1955 gab sich das junge Paar in der Simultankirche das eheliche Treueversprechen. Seine Kinder Manfred, Roswitha und Thea vergrößerten die Dirscherl-Familie. Heute komplettieren sieben Enkel und drei Urenkel den engeren Familienkreis.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.