Mehr Toleranz, weniger Autos

Ausführlich ging Dominik Baschnagel (rechts) auf die Probleme und Aufgaben in der Kommune und im Landkreis ein. Er brach auch eine Lanze für die Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden. Bild: adj

Revolutionäres von der CSU: "Ich möchte zwar nicht zur Demonstration aufrufen. Vielleicht sollten die Altenstädter Bürger aber mal den Verkehr lahmlegen um auf die belastende Situation hinzuweisen", sagte Fraktionssprecher Dominik Baschnagel beim Neujahrsempfang der Partei.

Der Termin im NEW-Business-Center war jedoch vor allem von Lob für die Vereine und die Kommunalpolitik gekennzeichnet. "Der Wähler hat sich entschieden, und wir als CSU haben verstanden. Wir haben als Ortsverband und als neugewählte Fraktion die Herausforderung angenommen und nehmen unsere Aufgabe als Opposition wahr", unterstrich Vorsitzende Annett Kamm. "Auch wenn es nicht immer so einfach ist, wie es sich der Bürger vorstellt." Kamm bat alle Altenstädter, mit ihren Anliegen an die Fraktion heranzutreten.

"Ohne den überdurchschnittlichen Einsatz einiger Mitmenschen wäre vieles in Altenstadt gar nicht möglich", sagte Baschnagel zu den Vereinsvertretern. Stellvertretend für alle nannte er den Heimatverein, der die Herausforderung Heimatmuseum hervorragend meistere. Die Gemeinde könne sich aber auch internationalen Entwicklungen nicht entziehen: "Nehmen wir die Flüchtlinge, die Asylsuchenden mit offenen Armen auf, vermeiden wir Vorurteile oder falsche Verdächtigungen. Wir als Gemeinschaft und in den Vereinen sind nun gefragt, Integration voranzutreiben und den Menschen, die zu uns kommen, zu helfen."

Vor dem Hintergrund des Terrors in Paris und andernorts müssten wir als Gemeinschaft dafür Sorge tragen, dass Rassismus, Terrorismus, Anti-Islam und radikale Tendenzen von rechts oder links bei uns keinen fruchtbaren Boden vorfinden. Wichtig sei aber auch, dass wir auch auf unser christlich-abendländisch geprägtes Leben achten.

Werte respektieren

"Ich gebe unserem CSU­Generalsekretär Andi Scheuer recht, wenn er sagt: ,Wir sind weltoffen und tolerant, aber die Basis dieser Weltoffenheit und Toleranz ist unsere christlich geprägte Tradition und Werteordnung. Wir bestehen darauf, dass Menschen, die zu uns kommen, mit uns leben und nicht neben oder gar gegen uns.'"

Altenstadt gehe es gut. Die Entscheidungen der 80er und 90er Jahre hätten die Gemeinde an die Spitze geführt. Um auch künftig gut aufgestellt zu sein, sei es wichtig, dass die handelnden Personen eine echte Vision oder einen klaren Plan entwickelten. Dazu nannte Baschnagel vier wesentliche Punkte:

Die Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Seit Jahren fordere die CSU das Gewerbegebiet Sauernlohe. Damit einhergehend sei neuer Wohnraum unabdingbar. Für die über 60 leerstehenden Grundstücke im Ortsgebiet seien Lösungen und Ideen gefragt. Drittens der Verkehr: "Altenstadt ist täglich belastet mit rund 24 000 Fahrzeugen, wovon weit mehr als die Hälfte nur Durchgangsverkehr sind." Um daran etwas zu ändern, sei Druck auf die Behörden nötig.

Den vierten Punkt überschrieb Baschnagel mit Identität und Information: "Wo man sich zu Hause fühlt, dort engagiert man sich auch. Wir brauchen eine Mentalität, mit der man sich auch zu Altenstadt bekennt. Wer ist Altenstädter? Wann ist man Altenstädter? Was zeichnet Altenstadt aus? Warum bin ich hier daheim? Diese Fragen stellen sich. Die müssen wir beantworten." Dazu gehört auch eine anständige Informationspolitik aus dem Rathaus.

Auf Altlasten achten

Auf Kreisebene leiste Landrat Andreas Meier sehr gute Arbeit. Baschnagel beschrieb ihn als besonnen und zielorientiert. Der Landkreis werde ein verlässlicher Partner sein. In den nächsten Jahren werde der Hochbau im Mittelpunkt stehen. Gemeinsam mit Gabriele Hagemann möchte Baschnagel im Kreistag darauf achten, dass der Landkreis seiner Verantwortung bei der Altlastensanierung nachkomme. Das Duo Rupprecht begleitete den Empfang musikalisch.
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