Mit Frohsinn und Heiterkeit

Sie begleiten Gottesdienste, Hochzeiten, Beerdigungen und Jubiläumsfeiern und verleihen ihnen damit musikalische Strahlkraft. Die Ehrung langjähriger Chormitglieder war deshalb mehr als gerechtfertigt.

Dekan Alexander Hösl und Chorleiterin Claudia Gruber schritten am Dienstag im Gasthaus Vitzthum-Kleber nach einer vom Geistlichen Rat Gerhard Dirscherl in der Simultankirche zelebrierten Messe für die verstorbenen Ensemble-Mitglieder zur Tat. Es gebe keinen größeren Ausdruck an Lebensfreude, als wenn ein Mensch lauthals singe. Der Kirchenchor kultiviere dies seit Jahrzehnten in der katholischen Pfarrgemeinde.

Viele Mitglieder seien mehr als ein halbes Jahrhundert dabei und damit eine regelrechte Institution. Selbst nach schweren Schicksalsschlägen gebe das Singen wieder Kraft und Mut. Mit einer großen Portion Frohsinn und Heiterkeit bepackt, treffen sich die Männer und Frauen wöchentlich zu ihrer Probe. Regelmäßigkeit schmiede offenbar zusammen. Durchhaltevermögen und Zähigkeit seien gefragt. "Das schönste Geschenk und der größte Lohn sind am Ende der Wohlklang der Stücke." Dekan Hösl ging auch auf die heute meist fehlende Wertevermittlung in der Gesellschaft ein. Es sei immer gefährlich, wenn nur mehr Fun-Charakter zähle. Gesang sei die intensivste Haltung, mit der man ein Gebet zum Ausdruck bringen könne. Feste im Kirchenjahr würden durch den Chor erkennbar. "Anfangen ist leicht, durchhalten aber schwer", wusste laut Hösl schon Adolph Kolping. Damit lobte der Geistliche das Stehvermögen der Sänger. Gott habe den Menschen einen Mund gegeben, den sie bei Spannungen oder Problemen nützen sollten. Durch ein Gespräch könne vieles aus dem Weg geräumt werden.

Dank an Cilly Schmid

Im von der Diözese Regensburg im vergangenen Jahr herausgegebenen Gotteslob stünden viele neue Lieder, die nun in den Pfarrgemeinden eine Heimat finden sollten. Hösl wünschte sich, dass der Chor diese Stücke unter das Volk bringe. Stadtpfarrer und Chorleiterin verabschiedeten Cilly Schmid, die demnächst zu ihrer Schwester zieht. "Sie waren ein Kernstück im Chor", würdigte der Dekan die eifrige und pflichtbewusste Sängerin, die seit 67 Jahren mitmacht.

Besonderen Dank gab es für die Chorleiterin und das Ehepaar Brigitte und Hermann Zosel, die immer ein offenes Ohr hätten. "Alterspräsident" Roman Rupprecht vom Altenstädter Chorflügel überraschte mit Hermine Bodensteiner und Norbert Griesbacher Dekan Hösl mit einer 500-Euro-Spende für das geplante Pfarrheim.

Folgende Mitglieder wurden mit der Bischofsurkunde in Gold geehrt: Hermine Bodensteiner für 66 Jahre Chorgesang, Inge Diermeier (50 Jahre), Johanna Gollwitzer (40), Maria Grötsch (55), Johann Hierold (65), Albert Kulzer (65), Anna Maria Meckl (48), Rita Pröls-Mania (50), Hans Ries (56), Roman Rupprecht (68), Cilly Schmid (67), Kornelia Striegl (40), Max Stubenrauch (41) und Barbara Winter (45). Die silberne Ehrenurkunde des Bischofs erhielten Sigrid Meiller für 27 Jahre und Johann Sauer für 38 Jahre ehrenamtliches Chor-Engagement. Pfarreiurkunden gingen an Martha Bauer (16), Anneliese Bierler (12), Berta Bodensteiner (19), Gabriele Dittmann (17), Peter Hösl (14), Ludwig Köppl (19) und Lydia Mittelmeier (12).

Pfarreiurkunden bekamen auch Rosina Malzer (11), Sabine Scheck (13), Erna Sturm (17) sowie Brigitte und Hermann Zosel (13).
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