Museum die Krönung

Ein bestelltes Haus übergab nach 22 Jahren der scheidende Vorsitzende des Heimatvereins, Alfons Barth, an seinen Nachfolger Jörg Krämer. Das größte Projekt war die Eröffnung des Museums. Aktuell halten 99 Mitglieder zur Stange.

In der Jahreshauptversammlung im "Schwarzen Bären" dankten die Verantwortlichen Eduard Greiner für 20 Jahre Treue. Er hat nicht nur über ein Jahrzehnt gesammelte Exponate aufbewahrte, sondern auch viele Mitglieder geworben. Bürgermeister Ernst Schicketanz lobte die Zusammenarbeit: "Auf kurzen Wegen, haben wir stets alles klären können. Es war eine große logistische Aufgabe, das Museum umzusetzen, nun liegt es am Verein, die Einrichtung mit Leben zu füllen."

In seinem 14. Jahr als Schriftführer gab Klaus Hundhammer einen umfangreichen Einblick. Der Verein hat 99 Mitglieder, die Hunderter-Grenze war schon einmal überschritten. Mit dem Austritt von drei Mitgliedern und dem Tod dreier weiterer, darunter Wolfram Eckstein, Neffe des Heimatdichters Anton Wurzer minderte sich die Zahl. Eckstein verdankt das Museum viele wichtige Exponate.

Lob von allen Seiten

In Barths Tätigkeitsbericht stand als Schwerpunkt die Eröffnung des Museums im Februar 2014 mit vielen Ehrengästen, die das Projekt überschwänglich lobten. Barth dankte allen, die zum Gelingen beigetragen haben. Lob gab es ebenso für die Mithilfe von Kämmerer Rüdiger Fuhrmann und den Bauhof, aber auch für die Altenstädter Bevölkerung, die durch Übergabe von Exponaten aller Art die Qualität der Ausstellung steigerte..

Barth dankte auch der Gemeinde für eine Zuschuss, allen Einzelpersonen und Gruppen für Zuwendungen. Altbürgermeister Manfred Greiner und Toni Pscheidt spendeten zusammen eine Vitrine für die Ausstellung von Vereinsexponaten des SV Altenstadt. In den vergangenen zehn Monaten bis Jahresende kamen im Schnitt rund 100 Besucher monatlich ins Museum. Barth erinnerte an weitere Veranstaltungen des Jahres. Vertreten ist der Heimatverein im Arbeitskreis Ortsplanung der Gemeinde. Für den Gemeinschaftssinn organisierte Werner Spiesmacher in Zusammenarbeit mit dem Siedlerbund und der KAB eine ausgebuchte Busfahrt zum Hussen-Spiel nach Bärnau.

Gut kam auch die Marterl-Führung in Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde an. Hier wurde, so weit bekannt, die Geschichte des Bildstocks vorgestellt, Pfarrer Nikolaus Grüner sprach nach altem Brauch jeweils ein Gebet. Nicht von Erfolg gekrönt war die Umsetzung des geplanten Buches über den "Altenstädter Gauner". Die eingeleitete Spendenaktion brachte nicht den erhofften Betrag. Dennoch sieht der Verein einer Veröffentlichung positiv entgegen. Noch gibt es Hoffnung auf den einen oder anderen Euro. Da alles vorbereitet ist, könnte das von vielen erwartete Buch sofort umgesetzt werden.

Nicht zufrieden ist Barth mit der aktuellen Homepage, sie müsste nach rund 15 Jahren nicht nur überarbeitet, sondern unter einem neuen Programm total neu konzipiert werden. " Doch wer soll das machen?", so sein Hilferuf. Der monatliche Stammtisch im Café Greiner fand im Januar zum 242. Mal und der Damen-Stammisch in der "Wirtschaft zum 50. Mal statt.

Geordneter Kassenbestand

Trotz Überweisung eines Zuschusses von 20 000 Euro für das Museum an die Gemeinde konnte Werner Spiesmacher einen ausgewogenen Kassenstand vorweisen. Die Summe bestand vor allem aus Spenden von Mitgliedern, die bereits vor einem Jahrzehnt für den Bau eines Museums ein Zeichen gesetzt haben.

Noch eine Menge zu tun

"Im Museum selbst gibt es noch viele Felder zu bearbeiten", so Barth. Hier wolle er auch in zweiter Reihe mithelfen. Geplant sind heuer Sonderausstellungen und Vorträge in Zusammenarbeit mit Helmut Troppmann, unter anderem über Karl Werner, dessen Nachlass dem Museum übergeben wurde. Abiturient Julian Bäumler wird im Frühjahr eine Gedenk-Ausstellung zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren ausrichten.

Des Weiteren stehen die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen vor der Tür. Im Juli ist es soweit. Eine Festveranstaltung mit einem Vortrag von Dr. Thomas Bäumler über neue Erkenntnisse zur Ortsgeschichte Altenstadts und Traindorfs werden hier kundgetan. Spiesmacher hat bereits die Jahresfahrt vorbereitet, sie führt am 23. Juli vormittags zu den Luisenfestspielen. Mit einer Bildpräsentation durchs vergangene Jahr endete die Versammlung.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.