Neues Fahrzeug, neues Gewerbe

Der Beschluss zum Kauf eines neuen Feuerwehrautos löste im Gemeinderat eine hitzige Diskussion aus. Während sich die CSU nicht ausreichend informiert fühlte, warf Hans Simon (SPD) deren Sprecher Dominik Baschnagel vor, er habe nicht alles aus der Fraktionsführersitzung weitergegeben.

Das neue Fahrzeug soll das alte LF 8 und das alte Tanklöschfahrzeug 21/1 ersetzen. Die Kosten beliefen sich auf 170 000 Euro, wovon 50 500 Euro förderfähig seien, erklärte Kämmerer Rüdiger Fuhrmann. Einige Teile der Ausstattung könnten den auszumusternden Fahrzeugen entnommen werden. Der Grundsatzbeschluss ist nötig, um eine Verpflichtungsermächtigung im Haushalt zu verankern. Dies ist erforderlich für die Förderanträge. Die ersten Ausgaben (Gestell) kommen 2016 auf die Gemeinde zu. Der Aufbau würde 2017 erfolgen.

Baschnagel (CSU) schlug vor, zuerst über den Haushalt zu reden. Erst dann könne man Prioritäten setzen. Gottfried Amschl (SPD), der auch Feuerwehrkommandant ist, regte an, ein mittelgroßes Löschfahrzeug anzuschaffen. Das alte LF 8 entspreche nicht mehr den DIN-Vorschriften. Das Neufahrzeug dürfe mit dem 3er-Führerschein gefahren werden. Dies sei sehr wichtig, da immer mehr Aktive keinen 2er-Führerschein besitzen.

Feuerwehrreferent Jürgen Füssl unterstrich ebenfalls die Notwendigkeit für ein neues Fahrzeug. Vor allem das Problem des fehlenden 2er-Führerscheins wäre weitgehend gelöst und die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet. Wichtig seien ferner vier Atemschutzgeräte für die Meerbodenreuther Wehr.

"Wir wollen keineswegs etwas verhindern", betonte Baschnagel. "Hätten wir den Wissenstand von heute in der Fraktionsbesprechung gehabt, hätten wir uns diese Diskussion ersparen können", erklärte Annett Kamm (CSU).

Geschlossen auftreten

Daraufhin warf Hans Simon dem Fraktionssprecher der CSU vor, er hätte entweder in der Besprechung mit den Fraktionsführern nicht aufgepasst oder nicht alle Informationen weitergegeben. Baschnagel wies diesen Vorwurf energisch zurück. Einstimmig fassten die Fraktionen den Grundsatzbeschluss für das neue Auto.

"Wir wollen ein Gewerbegebiet Sauernlohe." Diese Botschaft vertreten alle Fraktionen. Das Straßenbauamt möchte weitere Anschlussvarianten für die Verkehrsanbindung des Gebiets von der Gemeinde, berichtete Bürgermeister Ernst Schicketanz. Dennoch soll dieses Gewerbegebiet unbedingt verwirklicht werden.

"Wir jubeln darüber", sagte Baschnagel. "Der Gemeinderat muss gegenüber den zuständigen Behörden unbedingt geschlossen auftreten", forderte er in diesem Zusammenhang. Auch Konrad Adam (FWG) unterstützt den Ansatz. Es sei wichtig, das Gebiet auszuweisen und dies auch gegenüber den Behörden kund zu tun. Alle drei Fraktion stimmten für den Grundsatzbeschluss und für eine Vorplanung.

Der Antrag von Martin Troppmann auf einen Bauvorbescheid für die Errichtung eines Wohnhauses am Buchsteig wurden befürwortet.
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