Neues zu Altlasten

Die unendliche Geschichte um die Altlasten der Altenstädter Bleiglasfabriken setzt sich nur zäh fort. Vor einer Sanierung braucht es noch viele Untersuchungen.

In der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses gab Bürgermeister Ernst Schicketanz einen Sachstandbericht zum Thema. Er verlas eine Stellungnahme des Landratsamtes. Demnach gab es bei Beyer & Co. zuletzt Ende 2014 ergänzende Untersuchungen zur räumlichen Schadensabgrenzung. Zwei Grundstücke westlich der Deponiefläche wurden hinsichtlich des Pfades Boden-Mensch erforscht. Ergebnis: stark erhöhte Gehalte für Blei und Arsen im Oberboden. Der Gutachter empfiehlt, die beiden Grundstücke in die weiteren Untersuchungen mit einzubeziehen.

Für das ehemalige Betriebsgelände und die Betriebsdeponie ist laut Landratsamt als nächster Schritt eine Sanierungsuntersuchung vorzunehmen. Diese müsste die Eigentümerin, die IVV Industrieanlagen-Verwaltung und Vermietung GmbH, beauftragen. Dazu soll sie angehört werden. Die geschätzten Kosten der Sanierungsuntersuchung betragen laut Landratsamt 35 000 Euro. Die Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern (GAB) würde sich daran beteiligen, sofern das Landratsamt die Maßnahme "in Ersatzvornahme" in Angriff nimmt.

Grundwasser untersuchen

Bei Hofbauer Bleikristall brachte das Landratsamt eine ergänzende Detailuntersuchung mit Sanierungsuntersuchung (Teil A) auf dem ehemaligen Betriebsgelände in Gang. Auch hier soll es weitere bodenschutzrechtliche Untersuchungen geben. Bei der Sanierungsuntersuchung B sollen unter anderem sieben neue Grundwassermessstellen errichtet sowie das Grundwassermonitoring fortgeführt werden. Auch Gelände- und Laborversuche für die Einrichtung einer Reinigungsanlage am Herbstaugraben sollen erfolgen. An der Sanierungsuntersuchung Teil B würde sich die GAB ebenfalls beteiligen, sofern es nicht solvente Zustandsstörer gibt. Die Gesamtkosten betragen hier rund 141 000 Euro.

Bei Beyer & Co war zuletzt der Teilrückbau des Kamins angeordnet. Die IVV leistete dem Folge. Allerdings muss noch die hölzerne Einhausung beim Kaminfuß beseitigt werden.
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