Online-Händler auf Röger-Areal

Große Freude herrscht bei Bürgermeister Ernst Schicketanz. Vom ursprünglichen Röger-Areal an der Ernst Kraus-Straße (jetzt Gewerbegebiet Altenstadt-Mitte) konnte die Gemeinde rund 5000 Quadratmeter an Thomas Herzer verkaufen. Dieser will hier einen Online-Handel errichten.

Laut Schicketanz stehen auf dem Areal nun noch 3000 Quadratmeter Gewerbefläche zur Verfügung. "Wir suchen Interessenten, die ein nichtstörendes, leises Gewerbe betreiben möchten", erzählt der Bürgermeister. Er denkt dabei an Büros, Praxen oder ähnliche Einrichtungen. Der Quadratmeter kostet 30 Euro.

Der aus Altenstadt stammende Herzer will baldmöglichst mit der Erschließung des Grundstücks und einer Bebauung beginnen. Sein stark expandierender Online-Betrieb benötigt dringend Platz. Seit gut vier Jahren betreibt er die Firma allpart24 UG in Weiden Nord. Es handelt sich dabei um ein E-Commerce-Unternehmen, das online Waren vom Alufahrrad bis zur Zündkerze vertreibt. E-Commerce ist als nicht störendes Gewerbe problemlos selbst mitten in einem Wohngebiet ansiedelbar. "Den üblichen Kundenverkehr, Produktions- oder Lieferlärm gibt es bei uns nicht, da wir lediglich verwalten, verpacken und versenden", erklärt Herzer.

300 verschiedene Artikel

Mit sieben Vollzeit- und zwei 450-Euro-Kräften setzte das Unternehmen 2013 knapp vier Millionen Euro um, Tendenz steigend. Allein vier der sieben Vollzeitkräfte kommen aus Altenstadt. Einige sind bereits über 55 Jahre alt.

"Regionales, sozial gerechtes und umweltfreundliches Handeln ist mein Leitfaden", meint Herzer. "Aus Altenstadt beliefert uns die Firma Meichner mit bereits 70 Prozent der Verpackungsmaterialien sowie die Firma Bock und Bayer (B&B) mit einigen Kfz-Zubehörteilen. Rund 40 Prozent der Sport- und Freizeit- sowie Kfz-Teile beziehen wir von Firmen aus Weiden." Aktuell sind etwa 3000 verschiedenen Artikel online. Stammkunden greifen bereits auf eine größere und verfügbare Produktpalette von 80 000 verschiedenster Waren zu. "Derzeit fehlt uns der Platz für neue Mitarbeiter, welche alle diese bereits verfügbaren Artikel zum Verkauf einstellen und nach Vertrieb bearbeiten könnten. Um den stark steigenden Verkaufs- und Mitarbeiterzahlen sowie der Umwandlung zur GmbH Raum zu geben, ist eine Expansion unumgänglich."
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