Ortskern verschönern

Wenn es nach dem Willen der Gemeinderäte geht, soll ein kommunales Förderprogramm für die Bürger aufgelegt werden. In der Gemeinderatssitzung stellte Wirtschaftsingenieur Ernst Zobel von der Stadtbau Amberg die Eckdaten dafür vor.

Das Programm soll eine zeitlich und räumlich begrenzte Maßnahme sein, die gestalterische Verbesserung im Ortskernbereich bringt. Die Bereitschaft der Bürger zur Stadtbildpflege soll weiter vorangetrieben werden. Gefördert werden können Instandsetzungen, Neu- und Umgestaltung von Fassaden (Fenster eingeschlossen), Verbesserung von Dächern und Dachaufbauten, Umgestaltungen von Zäunen, Außentreppen und Höfen mit öffentlicher Wirkung, Behebung baulicher Mängel und Modernisierungsmaßnahmen zur Beseitigung von Missständen.

Anerkannt werden können Baukosten und Baunebenkosten bis maximal zehn Prozent der nachgewiesenen Kosten. Auch Eigenleistungen können gefördert werden. Für die Förderung besteht kein Rechtsanspruch. Zuständig ist die Gemeinde. Anträge müssen vor Beginn der Maßnahmen gestellt werden. Die Regierung prüft nach Abschluss die Richtigkeit. Der Förderbetrag wird dann zu 40 Prozent von der Gemeinde und zu 60 Prozent von der Regierung getragen.

Für das kommunale Förderprogramm werden sogenannte Sanierungsgebiete festgelegt und eine Satzung erlassen. Das geplante Sanierungsgebiet reicht von der Anton-Wurzer-Straße im Süden bis zum Bereich Windischeschenbacher Straße im Norden. Vom Westen wird es von der B 22 begrenzt, und im Osten sind die Industriebrachen Beyer & Co und Hofbauer mit im Sanierungsgebiet.

Wie Bürgermeister Ernst Schicketanz den Räten erklärte, wird auch das Gebiet im September mit Wirtschaftsingenieur Zobel befahren. Die Fraktionen haben jetzt über die Sommerpause Zeit, sich über dieses Programm intern abzustimmen. Dann wird das Thema verstärkt im Gemeinderat behandelt.
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