Patrozinium: Trachtenkapelle führt Kirchenzug an
Johannes als Vorbild

Am Johannistag feiern die Altenstädter alljährlich ihr Patrozinium. Dabei spielt immer die Trachtenkapelle Müllner aus Waldthurn. Bild: dob
Die Altenstädter Simultankirche feierte ihr Patrozinium (Johannes der Täufer). Viel Sonnenschein begleitete den Kirchenzug, mit der Waldthurner Trachtenkapelle Müllner, die hinter dem Kreuz marschierten. Nach den Ministranten und Dekan Alexander Hösl reihten sich die politischen Vertreter aus Stadt und Kreis, mit drittem Bürgermeister Johann Gollwitzer, sowie Fahnenabordnungen und Vertreter der kirchlichen Gremien ein.

Die Geburt von Johannes des Täufers sei von Geheimnissen umgeben, führte der Geistliche aus. Um sich auf seinen biblischen Auftrag vorzubereiten sei Johannes in die Wüste gegangen. "Dieser Mann der Wüste, ein Kamelfell als Bußgewand um die Hüften, von der Sonne ausgedörrt, lebte streng und konsequent, ein Mann ohne jeden Lebensstandard." Seine eigentliche Größe erkannte Dekan Hösl allerdings in seiner Rolle: "Er machte sich nicht größer als es ihm von Gott zugedacht war."

Johannes wollte zum Wegbereiter für Jesus werden. Unerschrocken und unbestechlich habe er mit aller Klarheit und Eindeutigkeit gesagt, was die Stunde geschlagen habe. Dabei habe er keinen Unterschied zwischen arm und reich gemacht, hoch und niedrig. Johannes könnte für die Menschen heute zum Vorbild werden. Dekan Hösl erinnerte an die weltweite Flüchtlings- und Minijobproblematik. Letztere erinnere ihn mit den Leiharbeitern an die Taglöhner Jesu. "Heute werdet ihr gebraucht, morgen seid ihr überflüssig. Ein moderner Sklavenmarkt unserer Tage." Der Kirchenchor unter Leitung von Claudia Gruber gestaltete mit der Trachtenkapelle Müllner die Feier. Im Anschluss schloss sich ein geselliges Beisammensein im Gasthof "Schloßwirt" an, bei dem ebenfalls die Musikanten unterhielten.
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