Perlen als Trauersymbole

Den Verstorbenen der Rotkreuzgemeinschaft widmen die Verantwortlichen jährlich einen ökumenischen Gottesdienst in der Altenstädter Simultankirche. Diesmal war die Feier, zu der sich alle BRK-Gruppen der Region versammelten, mit "Perlen der Erinnerung" überschrieben.

Eine Perle entstehe nur, wenn ein Sandkorn in eine Muschel gerate, die diese zunächst als Fremdkörper aufnehme. Zehn bis 15 Jahre später wachse eine Perle heran. Ähnlich verglich Dekan Alexander Hösl Menschen, die Leid und Trauer erfahren. Nur wer diesen Schmerz annehme, lerne mit der Trauer zu leben und aus der Verwundung könne wieder Wertvolles entstehen.

Perlen könnten so als Trauersymbol angesehen werden. Durch die Perle werde die Erinnerung an Verstorbene dargestellt, die nicht weggeschoben werden dürfte. Regenbogenfarben spiegelten sich in der Perle und stellten darüber hinaus eine Verbindung zum Himmel her.

Stadtpfarrer Peter Peischl ging in seinen Predigtgedanken auf die Ruhe ein - etwas ganz wichtiges im Leben und als Gegenpol zur Arbeit. "Arbeit und Ruhe gehören zusammen als Wechselspiel im Leben." Wehe, es gehe dieser Zusammenhang verloren. Mancher unter den Anwesenden könne aus eigenen Erfahrungen berichten, wenn jemand durch Krankheit langsam oder plötzlich aus dem Leben gerissen wird und Unruhe alles durcheinanderbringe. "Dauernd Stress und Arbeit, pausenlos, rastlos, ohne Unterbrechung - das geht nicht gut", sagte Peischl.

Ruhe gönnen

Deswegen gebe es den Sonntag, der ein Schlüsselwort zum Abschalten sei. Am siebten Tag dürfe man sich Ruhe gönnen und Zeit haben für sich und andere aber auch für Gott. Heutzutage werde jedoch unheimlich viel ins Leben gepackt, gab der evangelische Pfarrer zu bedenken. Die Rotkreuz-Mitglieder Gabriele Kreuzer, Erika Sollfrank, Alexandra Kropf und Willibald Helgert brachten sich als Lektoren in den Gottesdienst ein. Das Trio "Rondo Lobkowitz" mit Michael Bertelshofer, Reinhold Maß und Melanie Salavs begleitete die ökumenische Feier.

Die Kollekte war für die Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz Nord. Jeder Teilnehmer erhielt als Erinnerung an diese Feier ein Teilstück einer Muschel mit einer Perle.
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