Rechnungsprüfung im Nacken: Schulverbandsversammlungen beschließen Haushalte
Geld für Vorsitzenden ein Muss

Die Haushalte für 2016 stehen. Doch vieles von dem, was die Schulverbandsversammlungen einstimmig beschlossen haben, basiert auf Forderungen der überörtlichen Rechnungsprüfung aus den Jahren 2011 bis 2013. So muss etwa mehr Kopiergeld eingesammelt und Aufwandsentschädigungen gezahlt werden.

Für die Mittelschule beträgt der Verwaltungshaushalt demnach 358 200 Euro. Der Vermögenshaushalt beläuft sich auf 13 100 Euro. Kreditaufnahmen und Verpflichtungsermächtigungen sind nicht vorgesehen. Die Einnahmen (Schulverbandsumlage) liegen bei 299 400 Euro. Bei 109 Schülern bedeutet dies eine Umlage von 2 746,79 Euro pro Kopf. Die größten Ausgabenposten sind Dienstbezüge (33 000 Euro), Unterhalt der Grundstücke und Gebäude (17 800 Euro), Miete (83 600 Euro), Zuschüsse für Jugendsozialarbeit (9 000 Euro) und Kosten für die Schülerbeförderung (50 000 Euro).

Im Vermögenshaushalt schlagen sich vor allem die Anschaffungen wie der Kauf von Tischen und Stühlen für 25 Schüler (3 300 Euro), von Notebooks für Fachlehrer (2 100 Euro), von einem Whiteboard (2 500 Euro) und von PCs mit Monitoren für die Verwaltung (3 500 Euro) nieder. Der Kauf wird durch die Entnahmen aus den Rücklagen gedeckt.

Belege wieder abheften

Kämmerer Rüdiger Fuhrmann erklärte die Kritikpunkte der Rechnungsprüfung durch das Landratsamt von 2011 bis 2013. So werde moniert, dass der Vorsitzende, sein Stellvertreter, der Rechnungsprüfer und seine Stellvertreter keine Aufwandsentschädigung erhalten. Per Gesetz dürfen sie nicht darauf verzichten. Deshalb wurde die Aufwandsentschädigung auf 25 und 20 Euro festgelegt. Zudem werde die Gemeinde künftig die Papierbelege in Ordnern ablegen. Das elektronische Archivierungssystem wird nicht anerkannt. Für das Kopiergeld (6 Euro) wurden 2013 keine Buchungen gefunden. Zudem sei der Betrag zu klein. Künftig werden 10 Euro Kopiergeld eingesammelt und Hebelisten angefertigt.

In Sachen Vergütung wird festgelegt, dass die Personaldurchschnittskosten für Verwaltungs- und Kassentätigkeiten angesetzt werden. Weiter Stunden werden mit dem Satz des Bauhofs abgerechnet. Die Gemeinde wird eine Zweckvereinbarung über die Arbeitnehmerüberlassung zwischen Gemeinde, Mittelschul- und Grundschulverband abschließen. Diese ist vor allem wegen der Haftungsfrage erforderlich.

Für die außerschulische Nutzung der Turnhalle ist ein Nutzungsvertrag abzuschließen, fordern die Prüfer. Wie Fuhrmann erklärt gibt es eine Nutzungsverordnung für die Vereine. Darin sind Haftung und Aufsichtspflicht geregelt. Das Gremium ist der Meinung, dies sei ausreichend.

Die neue Schulleiterin Gabriela Reitinger-Maier dankte für die gute Aufnahme in Altenstadt. Für die Zukunft wünsche sich die Schule eine neue Küche. Die alte, die bereits 30 Jahre auf dem Buckel hat, sei nicht mehr zeitgemäß. Viele Geräte und viel Inventar müssten Zug um Zug ersetzt werden. Das komme unterm Strich nicht kostengünstiger als eine Neuanschaffung. Schulverbandsvorsitzender Ernst Schicketanz versprach, sich mit dem Thema intensiv zu beschäftigen.
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