Retten, löschen, bergen

"Lang fest hin, nicht so halbseiden", forderte Kommandant Anton Striegl ein Mädchen auf, das Interesse am Feuerwehrdienst zeigte. Jugendwart Florian Lukas hatte eine ganz spezielle Aktion für alle 12- bis 17-Jährigen organisiert.

Damit hoffte er, das Interesse der 120 eingeladenen Jugendlichen geweckt zu haben, um Nachwuchs zu generieren. Die Maßnahme war auch eine Art Mitgliederwerbung und stellte das Ehrenamt bei der Feuerwehr in den Mittelpunkt. Retten, löschen, bergen und schützen - das Arbeitsspektrum ist groß und für das Gemeinwesen unverzichtbar, das wissen die Altenstädter nur zu gut.

Lukas hatte ein umfangreiches Übungsprogramm ausgearbeitet, das vom Containerbrand bei Gruber Landtechnik, über einen Lagerhallenbrand bei der Firma Faltenbacher in Kaimling, einen Unwettereinsatz bei Familie Lukas in Obertresenfeld bis zum Scheunenbrand beim landwirtschaftlichen Anwesen Mößbauer in Papiermühle, einen Dachstuhlbrand bei Kommandant Striegl, einen Scheunenbrand beim großen Bauernhof von Manfred und Martin Bäumler in Obertresenfeld und einer Tierrettung in Altenstadt reichte.

Kaum eine Verschnaufpause gönnten die Führungskräfte den Jugendlichen. Außerdem entwarf der Jugendbetreuer ein Faltblatt, das die Ausbildung neuer Kräfte untermauerte. Die ortsübergreifende Zusammenarbeit mit den anderen Feuerwehren in der Großgemeinde unterstrich die Aktion ebenfalls, denn die Jugendfeuerwehren aus Kaimling und Waldau waren auch in den Trainingsablauf eingebunden. Neben den Kommandanten Striegl und Klaus Rupprecht kümmerten sich die Frauen der Feuerwehrleute um die Teilnehmer.

2013 wurden die Feuerwehren in Bayern in mehr als 237 000 Fällen zu Hilfe gerufen, informierte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, der mit seinem Kollegen Johann Gollwitzer bei einem Einsatz vorbeischaute. Die Jugendlichen waren gerade dabei waren, dem Dachstuhlbrand beim Striegl-Anwesen Herr zu werden. Den Löschangriff starteten die Teilnehmer mit einer 60 Meter langen B-Leitung und drei C-Rohren. Die Begeisterungsfähigkeit der Kinder für das Thema Feuerwehr und die grundsätzliche Bereitschaft der Eltern, helfen zu wollen, sei in Kombination vielversprechend.

Bestes Beispiel dafür war Michaela Zehent, die mit ihren drei Söhnen Interesse bekundete. Selbst der dreijährige Anton verfolgte den Löschangriff gespannt. Immerhin hatte er schon einen Feuerwehrhelm auf dem Kopf. "Wenn ich groß bin, geh ich auch zur Feuerwehr", ist sich der dreijährige Anton sicher.
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