"Schöne Momente sammeln"

Franz Seidl (vorne, Zweiter von links) führt den Katholischen Männerverein. Um sich scharte er eine engagierte Mannschaft. Bild: dob

Der katholische Männerverein Altenstadt hütet das Erbe von Sebastian Braun bestens. Ganz im Sinne des langjährigen Vorsitzenden führt seit dessen Tod Franz Seidl die Organisation unbeirrt weiter.

In der Jahreshauptversammlung am Dienstag im Gasthaus "Grüner Baum" bestätigten die Teilnehmer Franz Seidl im Amt. Ihm zur Seite steht als Vertreter Josef Kick. Um die schriftlichen Angelegenheiten kümmert sich Gerhard Pohl. Finanzchef des 63 Mitglieder zählenden Männervereins ist Josef Singer.

Die Beiratsmitglieder Hans Busch, Georg Ertl, Heinrich Frischholz, Roman Rupprecht, Anton Striegl und Erwin Gleißner unterstützen das Vorstandsteam. Die Kasse prüfen Ludwig Fürnrohr und Josef Fritsch. Mit ihrem Engagement helfen die Mitglieder bei verschiedenen Aufgaben in der Pfarrgemeinde und Kommune, lobte Dekan Alexander Hösl. Mittlerweile übernehmen die Männer auch die Caritassammlung in Altenstadt sowie in Unter- und Obertresenfeld.

Mit dem 93-jährigen Wolfgang Grötsch starb vor kurzem das älteste Mitglied. Die Hilfsaktion "Anja will leben" unterstützte der Männerverein mit 200 Euro, betonte Seidl. Stadtrat Bernhard Kleber begrüßte der Vorsitzende als Neuzugang. Singer legte den Finanzbericht vor, am dem die Kassenprüfer nichts auszusetzen hatten.

Treue Mitglieder

Außerdem zeichnete Seidl Roman Rupprecht unter großem Applaus für 50 Jahre Treue aus. Dieselbe Ehrung hätten auch noch Fritz Baier, Walter Schnorrer und Erich Vitzthum erhalten sollen, aus gesundheitlichen Gründen konnten sie aber an der Versammlung nicht teilnehmen. Nicht anwesend war auch Hans Striegl, der ebenfalls seit einem halben Jahrhundert dazugehört.

Wahre Dinge des Lebens

Dekan Hösl referierte anschließend über die Fastenzeit. Papst Franziskus betone immer wieder die "Entschleunigung" des Alltags, um für die wahren Dinge des Lebens frei zu werden: für mich selber, für den Nächsten und auch für Gott. Deshalb könne ein Vorsatz für die Fastenzeit heißen: "Leben ist lebenswert - Achtsam mit sich selbst und den anderen umgehen". Achtsamkeit sei ein wichtiger Teil christlicher Grundhaltung. Sie beeinflusse die Qualität des Zusammenseins und es sei der Umgang der Menschen miteinander, in dem sich die Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst spiegle.

Wer sich belastet fühle und unter Zeitdruck stehe, habe meist nur ein Auge für die unguten Ereignisse. Deshalb sollten die Teilnehmer trainieren, die erfreulichen Seiten des Tages wahrzunehmen. "Zählen Sie abends, wie viele schöne Momente sie gesammelt haben", sagte der Geistliche.
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