Schulden sinken

Der Gemeinderat verabschiedete einen 13-Millionen-Euro-Haushalt. Der Verwaltungsetat umfasst 8,6 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt 4,4 Millionen Euro. Kämmerer Rüdiger Fuhrmann will ohne neue Kredite auskommen.

Bei den Ausgaben stehen an der Spitze die Kreisumlage sowie die Personalausgaben. Die Feuerwehr bekommt für 160 000 Euro ein neues Auto. Die Hebesätze für die Gemeindesteuern bleiben unverändert. Sollten irgendwelche überraschenden Ausgaben kommen, ist die Liquidität nicht gefährdet, 1,4 Millionen Euro stünden zur Verfügung, erläuterte der Kämmerer.

Die wichtigsten Einnahmequellen sind Gewerbe- und Einkommensteuern sowie die Schlüsselzuweisung, Erstere schlägt mit 1,8 Millionen Euro zu Buche. Als Vorauszahlungen aus der Gewerbesteuer erhielt die Kommune von 84 ortsansässigen Betrieben bis zum 29. April bereits rund 1,3 Millionen Euro. Dadurch sank die Pro-Kopf-Verschuldung auf 82 Euro. Die Rücklagen werden am Ende des Jahres voraussichtlich bei rund 1,2 Millionen Euro liegen. Wasserver- und Abwasserentsorgung sind seit diesem Jahr wieder im Plus. Lediglich zwei gemeindliche Einrichtungen schreiben ein Defizit: Friedhof und Bauhof. Die Aussichten der Gemeinde sieht der Kämmerer durchwegs positiv, alle anstehenden Aufgaben können erfüllt werden.

Das nächste Mal früher

Einstimmig lobten die Fraktionen das Zahlenwerk von Fuhrmann und seiner Mitarbeiterin Gisela Zetzlmann. Konrad Merk (SPD) freute sich über die Mehreinahmen und erinnerte an Ausgaben für die Generalsanierung der Grundschulturnhalle (771 000 Euro), des Kindergartens "Arche Noah", der Sraßen- und Kanalsanierungen oder den Digitalfunk der Feuerwehr. Merk sprach die Senioren- und Jugendarbeit an, für die mehr Geld zur Verfügung gestellt werden müsse.

Dominik Baschnagel (CSU) forderte bei aller Zustimmung im Namen seiner Fraktion, "dass die Ziele des Haushalts künftig energischer als in den Vorjahren umgesetzt werden müssen". So erinnerte er an die Verlegung des Breitbandkabels, das seit Jahren im Haushalt stünde, aber immer wieder verschoben werde. "Nicht erfüllte, aber gesetzte Ziele, sollten eine Ausnahme bleiben." Der Haushalt müsse ab dem kommenden Jahr wieder spätestens am Ende des ersten Quartals stehen.

Mäh-Antrag entfällt

Das forderte auch Siegfried Klarner für die Freien Wähler. Dank der verlässlichen Schlüsselzuweisungen des Freistaates und der gleichbleibenden Kreisumlage könnten die Kommunen gut arbeiten. Zwar sei er im Prinzip zufrieden, doch die Rücklagen kritisierte er. "Sie wären nicht notwendig, würden die angestrebten Projekte umgesetzt."

Die Gemeinde übernimmt für die Schützengesellschaft eine Ausfallbürgschaft für den Restkredit über 68 000 Euro zum Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Schützenhaus. Kein Problem macht die Nutzungsänderung der ehemaligen Hausmeisterwohnung im Keller der Grundschule in einen Raum für Mittagsbetreuung. Zudem wird die Brandmeldeanlage der Grundschule erneuert. Der nachgeschobene Sonderpunkt, bei dem es um Mäharbeiten des Bauhofs auf dem SV-Sportplatz ging, entfiel. Der Sportverein hat seinen Antrag zurückgezogen.
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