Simon: Wasser brutal teurer

Der Wasserpreis soll ab Januar kräftig steigen, die Kanalgebühren erhöhen sich dagegen nur leicht. So lautet die Empfehlung des Finanzausschusses an den Gemeinderat. Dieser befasst sich am Mittwoch mit dem Thema.

Im Mittelpunkt der Sitzung des Finanzausschusses stand die Beitrags- und Gebührenkalkulation des Trinkwasser- und des Abwasserpreises für die kommenden vier Jahre. Geschäftsleiter und Kämmerer Rüdiger Fuhrmann stellte die Beitragsbedarfsberechnungen detailliert vor.

Danach ergibt sich ein neuer Trinkwasserpreis in Höhe von 2,08 Euro pro Kubikmeter (bisher 1,71 Euro). Das ist eine Steigerung um 36 Cent. Beim Kanal fällt die Erhöhung mit 9 Cent deutlich geringer aus. Diese Gebühren erhöhen sich laut Kalkulation des Kämmerers von 2,42 Euro auf 2,51 Euro pro Kubikmeter Abwasser. Für den Ortsteil Buch steigen sie von 2,18 Euro auf 2,27 Euro.

Bis zu 39 Cent mehr

Auch die Erschließungsbeiträge müssen angepasst werden. Der Beitrag je Quadratmeter Grundstücksfläche soll künftig 1,04 Euro (bisher 1,03 Euro) betragen, bei der Geschossfläche klettert der Preis von 3,14 Euro auf 3,16 Euro.

Die geplanten Erschließungsbeiträge pro Quadratmeter beim Kanal betragen 2,58 Euro (bisher 2,45 Euro) bei der Grundstücksfläche und 9,52 Euro (bisher 9,13 Euro) bei der Geschossfläche.

SPD-Sprecher Hans Simon sprach von einer "brutalen Erhöhung des Wasserpreises". Er plädierte für eine Anhebung in Raten. Simon konstatierte zugleich, dass "Wassersparen den Wasserpreis verteuert". CSU-Sprecher Dominik Baschnagel stellte einen "politischen Wasserpreis" zur Diskussion. Sowohl Fuhrmann als auch Bürgermeister Ernst Schicketanz (SPD) verwiesen auf erhebliche Fehlbeträge in den vergangenen Jahren.

Nach längerer Diskussion war schließlich klar, dass eine Preisanpassung erforderlich sei. Gegen die Stimme von Simon empfahl das Gremium dem Gemeinderat, die neue Kalkulation zu beschließen.

Der Ausschuss beschäftigte sich außerdem mit den Richtlinien zur Vereinsförderung und einem Zuschussantrag des Sportvereins. Beim Antrag des Sportvereins ging es um einen Vorschlag des SV zur künftigen Regelung der Mäharbeiten am Sportgelände. Eine Vergabe an Dritte kostet dem Verein demnach 7500 Euro pro Jahr, die Anschaffung eines Mähtraktors 25 000 Euro. Beides sei nicht machbar.

Zum Rasenmähen anlernen

Dritte Alternative war eine Änderung des bestehenden Vertrages, laut dem die Mitarbeiter des Bauhofes mit dem Bauhofmäher außerhalb ihrer Dienstzeit den Rasen gegen ein Entgelt des Sportvereins mähen. Der SV schlug vor, die beiden Platzwarte in das Mähgerät des Bauhofes einzuweisen, dann könnten diese das Mähen übernehmen. So beschloss es dann auch das Gremium.

Lediglich Simon stimmte dagegen. Er sah in dem neuen Vertragspassus eine Verschlechterung für den Sportverein.
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