SPD strebt 50 plus x an

Die SPD setzt weiter auf Konrad Merk. Die Mitglieder bestätigten den pensionierten Gymnasiallehrer als Vorsitzenden. Der neue Weidener SPD-Chef Norbert Freundorfer hatte für die Genossen in Altenstadt eine Botschaft mitgebracht.

(cr) In der Jahreshauptversammlung im Sportheim erinnerte Merk an die Wahlkämpfe der vergangenen ein eineinhalb Jahre, die alle Aktivitäten bestimmt hätten. Die Sozialdemokraten schnitten bei den Urnengängen mit um die 26 Prozent ab.

Kommunalwahlerfolge

In den Kreistag zog Ernst Schicketanz mit fast 33 Prozent ein. Er rutschte auf der Liste von Platz 32 auf Platz 12 vor. Bei der Bürgermeisterwahl wurde Schicketanz mit 63,31 Prozent souverän bestätigt. Die Bürger hätten ferner die Arbeit der SPD mit 38 Prozent aller Stimmen honoriert und sie mit acht Sitzen zur stärksten Fraktion im Gemeinderat gemacht.

Nach einem Austritt gehören dem Ortsverein 46 Mitglieder an, bilanzierte der Vorsitzende. Altenstadt dürfe somit für den Unterbezirksparteitag nur noch einen Delegierten abstellen. Dank Heinz Liepold sei mit Catharina Spörer aus Menzlhof ein junges Mitglied zur Partei gestoßen. Neues Ziel sie nun die 50-Mitglieder-Marke.

Hans Simon gab Einblicke in die Gemeindepolitik und die Vorstellungen der Fraktion. Kassier Daniel Merk legte einen einwandfreien Kassenbericht vor.

Langjährige Mitglider bekamen Urkunden - für 20 Jahre Horst Lachtrup; für 25. Jahre Elfi Gierlinger; für 30 Jahre Roswitha Hagl und Reinhard Simmerl; für 35 Jahre Hans-Jürgen Betz, Karlheinz Krall, Oswald Michel, Hans Pfeiffer und für 40 Jahre Karlheinz Hagl.

"Besser vernetzen"

Norbert Freundorfer, der neue Stadtverbandsvorsitzende der Weidener SPD, verwies auf viele gemeinsame Ziele, die Weiden, Altenstadt und den Landkreis verbinden. Sie hätten die gleiche Haltung bei Themen wie Bahntrasse, Fracking und Gleichstromtrasse. "Wir müssen am gleichen Strang ziehen und uns besser vernetzen", lautete seine Botschaft. In konkreter Nachbarschaft seien Gewerbebetriebe und Arbeitsplätze stets ein Geben und Nehmen.

Altenstädter arbeiteten in Weiden und umgekehrt. Eine Belebung der Weidener Innenstadt sei auch eine Belebung für die Region. Landtagsabgeordnete Annette Karl, selbst lange im Altenstädter Gemeinderat, informierte über landespolitische Themen.

Zum Abschluss brach Merk eine Lanze für die Integration. Da ihn das Schicksal syrischer Kinder betroffen gemacht habe, sei er aktiv geworden. So habe er mit Hilfe von Ben Mansur, einem Tunesier, Deutschunterricht für Kinder und Erwachsene im Rathaus und im Pfarrheim initiiert. Eingesprungen sei die Syrierin Dalal Makari-Pausch und von seiner ehemaligen Schule, dem Elly-Heuss-Gymnasium, Doris Zimmermann. Laut Merk sei die Beherrschung der Landessprache die Grundvoraussetzung der Integration. Merk appellierte an alle, den Asylbewerbern und Flüchtlingen zu helfen. Dies sei eine Verpflichtung für Sozialdemokraten.
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