Sprechen und fragen

Gemeinderat Konrad Merk, Bürgermeister Ernst Schicketanz und Dr. Dalal Makari-Pausch (von links) unterhielten sich mit Asylbewerbern über Möglichkeiten, am Gemeindeleben teilzuhaben. Bild: bey

Eine Gesprächsrunde im Rathaus befasste sich mit der Situation der Asylbewerber in der Gemeinde. Diese Mitbürger auf Zeit kommen aus Syrien, dem Kongo, der Ukraine, Armenien und Aserbeidschan.

"Hallo Deutschland - wir sind da." Diese Überschrift trägt das Integrationsprogramm der Altenstädter Asylbewerber, in dem die Bitte "Gebt uns eine Chance" die Kernaussage ist und die Bereitschaft der Asylbewerber zur Mitarbeit am Ort signalisiert. Wie das aussehen kann, diskutierten Dr. Dalal Makari-Pausch, Bürgermeister Ernst Schicketanz, Gemeinderat Konrad Merk und neun Asylbewerber im Sitzungssaal.

Makari-Pausch betonte, dass mit dem Erlernen der deutschen Sprache Integration erst richtig möglich wird. Diese Sprachkenntnisse könnten nach Meinung von Makari-Pauschs besonders bei einer Mitarbeit in Firmen, Geschäften oder gar Arztpraxen erworben werden. Viele der Asylbewerber hätten eine berufliche Qualifikation und würden diese gerne anwenden, wenn sie die Chance dazu hätten.

Schwierige Nachweise

In der Runde befanden sich unter anderem ein Taxifahrer und eine Apothekerin dabei, die gerne wieder arbeiten würden. Problem seien die fehlenden Papiere für den Nachweis der entsprechenden Qualifikationen.

Schicketanz forderte die Asylbewerber auf, aus eigener Initiative Versuche zur Integration zu starten. So könnten sie im Bauhof einen "Small Job" übernehmen und ein bisschen was verdienen.

Gleichzeitig empfahl das Gemeindeoberhaupt mit der Organisation "Denkstatt" Verbindung aufzunehmen oder aber auch direkt mit Leitern von Altenheimen, denn eventuell gäbe es dort Bedarf.

Schicketanz nutzte die Gesprächsrunde auch zum klaren Hinweis an die Asylbewerber, dass eingefriedete Grundstücke nicht betreten werden dürfen, Beschädigungen fremden Eigentums zu unterbleiben hätten und im täglichen Leben Rücksichtnahme auf Nachbarn wünschenswert sei.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.