Trotzdem eine gruselige Stimmung bei der nächtlichen Fledermauswanderung in den Waldnaab-Auen
Dracula war nicht zu sehen

Die Dunkelheit bricht herein. Nicht nur den Kindern ist bei der Wanderung durch den Wald etwas unheimlich zu Mute. Ungewohnten Geräusche erzeugen ein schauriges Gefühl bei der Fledermauswanderung in den Waldnaab-Auen. 20 Mädchen, Buben und Erwachsene waren zu der nächtlichen Expedition gekommen.

Markus Liebl zeigte zunächst Bilder von 18 heimischen Fledermausarten . Die ersten lebenden Exemplare wurden dann bei Hammerharlesberg gesichtet. Sie waren gerade dabei, ihr nächtliches Mückenpensum (pro Fledermaus rund 300 Mücken) zu erjagen.

Dank zweier Ultraschalldetektoren blieb es nicht bei der Beobachtung. Der Lauschangriff funktionierte. Die Kinder und Erwachsenen realisierten anhand des Aussehens und unterschiedlicher Ruf-Frequenzen, dass mehrere Arten der Flattertiere zu hören und schemenhaft zu sehen waren. Die Zwergfledermaus und der große Abendsegler, der sich durch die typischen "Plip-Plop"-Rufe auszeichnet, waren gut zu unterscheiden. Liebl räumte auch mit einigen Vorurteilen auf. Es stimme nicht, dass Fledermäuse alten Leuten die Haare zerzausen. Sie weichen dank ihrer Ultraschallorientierung geschickt aus. Der schlechte Ruf erklärt sich aus der Tatsache, dass der Teufel seit dem Mittelalter mit Fledermausflügeln dargestellt wird. In China hingegen stelle die Fledermaus ein Glückssymbol dar. Liebl beantwortete Fragen der Kinder mit viel Geduld. Als Belohnung für die Beantwortung von Testfragen am Ende der Fledermausnacht erhielten die Kinder einschlägige Fruchtgummis und Urkunden als "Fledermaus-Juniorexperte".
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