Verkehrsregeln sind nicht wurst

Knapp 50 Einwohner waren am Freitag ins Sportheim zur Bürgerversammlung gekommen, um sich über das aktuelle Ortsgeschehen und das geplante Ortsentwicklungskonzept zu informieren. Etliche nutzten die Gelegenheit und sprachen auch einige Sorgen an.

Als Hauptproblem kristallisierte sich die Verkehrssituation im Bereich der Metzgerei Schedl in der Karl-Hofbauer-Straße heraus. Manfred Sand verwies auf die katastrophale Parksituation im Umkreis des Geschäftes. Vor allem zu Stoßzeiten würden die Kunden kreuz und quer alles zuparken. Dann herrsche ein Verkehrschaos. Ein Durchkommen sei zeitweise kaum mehr möglich.

Totale Missachtung

Die Fahrzeuge stünden zum Teil mitten auf der versetzten Kreuzung, im Kurvenbereich der einmündenden Straßen und sogar am Gehweg, hier zum Teil sogar zweireihig. Verkehrsvorschriften würden total missachtet. Betroffen seien nicht nur Autofahrer, sondern auch Fußgänger und Radfahrer. Sand erinnerte daran, dass dieser Bereich auch von Schulkindern stark frequentiert werde. Es sei schon öfter zu gefährlichen Situationen gekommen. "Es ist ein Wunder, dass hier noch nichts Schlimmeres passiert ist", meinte Sand.

Besonders schlimm sei es zu Stoßzeiten wie vor Feiertagen oder vor dem Wochenende. Das Ein- und Ausfahren in die beziehungsweise aus der Karl-Hofbauer-Straße sei dann nahezu unmöglich. Hinzu käme, dass die Einmündung Hardtstraße größtenteils von Beschäftigten der Metzgerei und die Einmündung Waldrandstraße hauptsächlich von Anliegern zugeparkt seien.

Sand schlug vor, in der Hofbauerstraße beidseitig Zickzack-Sperrlinien im Kreuzungs- und Einmündungsbereich auf die Fahrbahn aufzumalen, um das eigentlich dort geltende Parkverbot zu verdeutlichen. Bürgermeister Ernst Schicketanz will die Situation mit der Polizei vor Ort begutachten und zusammen mit den Ordnungshütern nach Verbesserungs- und Entflechtungsmöglichkeiten suchen.

Ein weiteres Verkehrsproblem sprach Andreas Ehinger an. Er wollte wissen, was sich mittlerweile in Sachen Verkehrssicherheit bei der Überquerung der B 22 im Bereich des Haidmühlweges und bei der Einmündung der Egerländer Straße getan hat. Verkehrsplaner Helmuth Ammerl berichtete, dass in den beiden genannten Bereichen bereits im kommenden Jahr Lichtanlagen aufgestellt werden sollen.

Brücke bei Buch

Helmut Bruischütz aus Buch wollte wissen, wie es um den Ausbau der Brücke bei der Ortsdurchfahrt Buch steht. Bürgermeister Schicketanz versicherte, dass die Gemeinde an der Sache dran sei. Momentan gebe es aber noch ein Grundnutzungsproblem mit einem Anlieger. Gabriele Glaubitz verwies auf die unübersichtliche Verkehrssituation bei der Einmündung zur Lessingstraße. Sie bat um Aufbringung eines Haltestreifens in der Kapuziner Straße. Schicketanz will auch diesem Vorschlag nachgehen.

Der Antrag von Gisela Kische, beim Bahnhaltepunkt den angrenzenden Wald aus Sicherheitsgründen einzuzäunen, fand keine Mehrheit. Kische befürchtete vor allem nachts eine Gefährdung der Bahnreisenden, da sich im Wald leicht jemand verstecken könnte, um Reisende zu überfallen.
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