Viele Glückwünsche zur eisernen Hochzeit von Walter und Emma Schnorrer
Dankbar für 65 gemeinsame Jahre

Walter und Emma Schnorrer feierten eiserne Hochzeit. Im 60 Jahre alten 180er Mercedes Benz fuhren sie zum Festmahl. Bild: dob
Gemeinsam sind sie seit 65 Jahren durch dick und dünn gegangen. Jetzt feierten Walter und Emma Schnorrer eiserne Hochzeit. Zwar jährte sich das seltene Jubiläum schon am Mittwoch, 29. Oktober, doch die große Familienfeier war erst am Sonntag. Schwiegertochter Evelyn fuhr dazu in der Rosenstraße 13 mit einem Oldtimer, einem 180er Mercedes Benz, vor, der fast genauso viele Jahre auf dem Buckel hat, wie das Ehepaar verheiratet ist. Das Fahrzeug ist nur fünf Jahre jünger. Damit ging es dann auch zum Mittagessen beim "Schloßwirt".

Walter Schnorrer ist am 17. Oktober 1925 und Emma Schnorrer am 1. Februar 1927 geboren. Sie freuen sich über jeden Tag, den sie noch gemeinsam erleben dürfen. Dass Schnorrer seine Ehefrau, eine geborene Rupprecht aus Altenstadt überhaupt kennenlernte, hatte er dem traurigen Umstand seiner Vertreibung nach dem Krieg aus seiner Heimat Zettlitz im Sudetenland zu verdanken. Für den damals 17-Jährigen änderte sich das Leben schlagartig, als er 1943 zum Arbeitsdienst nach Frankreich eingezogen wurde und anschließend seinen Kriegsdienst als Funker in Kroatien, Ungarn, Rumänien und Österreich leistete.

Nach kurzer amerikanischer Gefangenschaft verschlug es ihn im Juli 1945 in die nördliche Oberpfalz. Beim "Schloßwirt" in Altenstadt fand der Vertriebene Arbeit als Knecht und lernte dort auch seine Ehefrau kennen. Am 28. Oktober 1949 heiratete das Paar standesamtlich in Altenstadt. Einen Tag später traute sie Kaplan Friedrich Hock in der katholischen Stadtpfarrkirche Vohenstrauß.

Nach der Heirat arbeitete Schnorrer als Formengießer bei der Porzellanfabrik Seltmann, der er dann auch 41 Jahre lang die Treue hielt. Seine Ehefrau kümmerte sich neben den Aufgaben einer Hausfrau und Mutter - 1953 wurde Tochter Isolde geboren - um das elterliche landwirtschaftliche Anwesen an der Weidener Straße. 1980 zog das Ehepaar zu Tochter Isolde und Schwiegersohn Sebastian Braun an die Rosenstraße. Ein schwerer Schicksalsschlag war im März des vergangenen Jahres der all zu frühe Tod des Schwiegersohns. Bis heute haben sie diesen Schmerz nicht verwunden.

Die Enkel Christian, Peter und Johannes sind ganzer Stolz der Großeltern. Im Juli kam Urenkelin Birgit zur Welt. Dekan Alexander Hösl überbrachte mit Kaplan Sebastian Scherr die besten Segens- und Glückwünsche. Dem schloss sich auch dritter Bürgermeister Johann Gollwitzer an. Noch am selben Abend besuchte das Jubelpaar den Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche und blickte dankbar auf die geschenkten Jahre zurück.
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