Wasser ist nur ausgeliehen

Diplomingenieur Manuels Zwick (Mitte) überreichte dem Vorsitzende des Abwasserzweckverbandes, Bürgermeister Ernst Schicketanz, einen Schlüssel aus Brezenteig. Bild: adj

Die Schonung natürlicher Ressourcen ist immer mehr in den Mittelpunkt gerückt. Bereits vor 50 Jahren haben die Kommunen Neustadt und Altenstadt mit der Gründung des Abwasserzweckverbands zukunftsorientiert gehandelt.

Der Abwasserzweckverband Altenstadt-Neustadt-Störnstein feierte 50. Geburtstag. Zusätzlich stand dabei der Abschluss der energetischen und technischen Sanierung der Kläranlage in Altenstadt im Mittelpunkt.

Der Vorsitzende, Altenstadts Bürgermeister Ernst Schicketanz, nannte die Verbandskläranlage ein positives Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit. "Dazu gehören technische Weiterentwicklung und bezahlbare Abwassergebühren."

Voller Verantwortung

"Das Thema Wasser und Abwasser besitzt in unserer Gesellschaft nicht den Wert, der erforderlich ist", bedauerte Landrat Andreas Meier. Die Abwasserreinigung sei ein wichtiger Bestandteil, "da wir das Wasser nur von der Natur geliehen haben". Seit der Gründung sei der Zweckverband immer verantwortungsbewusst mit Wasser umgegangen.

Baudirektor Mathias Rosenmüller unterstrich die sehr gute Zusammenarbeit. "Mit der Gründung des Abwasserzweckverbands haben die Gemeinden beschlossen, gemeinsam Gewässerschutz zu betreiben." Die Entscheidung vor 50 Jahren sei zukunftsweisend gewesen.

Die Reinigung von Abwasser sei wichtigste Aufgabe der Anlage, meinte Diplomingenieur Manuel Zwick. "Doch die Optimierung des Energiepotentials und dessen Ausschöpfung sind auch enorm wichtig. Mit der energetischen Sanierung wurden die richtigen Weichen gestellt." Komponenten seien die aerobe Abwasserreinigung und die anaerobe Schlammstabilisierung. In den Faultürmen wird wie in einer Biogasanlage Methan und Kohlendioxid erzeugt. Mit der nun fertiggestellten Verbesserung werde eine Effizienzsteigerung um etwa 100 Prozent erreicht.

Gebaut wurden ein Mengenmessschacht, ein Zwischenbau, der Faulturm saniert und eine Gasfackel errichtet. Die prognostizierten Baukosten von 2,5 Millionen Euro seien mit 2,4 Millionen Euro leicht unterschritten worden. Zur Erinnerung überreichte Zwick allen Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden Luftbilder der Anlage. Dem Vorsitzenden Schicketanz übergab er außerdem einen Schlüssel aus Brezenteig. Eine Besichtigung rundete den Festakt ab.
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