Zwei Ären gehen zu Ende

Landwirt Jürgen Hilburger aus Altenstadt (vorne, Dritter von links) übernimmt die Bäuerliche Schlachtgemeinschaft Vohenstrauß und Umgebung. Josef Ebnet aus Waldthurn (vorne, Dritter von rechts) unterstützt ihn als Stellvertreter. Josef Prem aus Vohenstrauß (vorne, Zweiter von links) ist der neue Metzger und Kassier. Bild: dob

Die Bäuerliche Schlachtgemeinschaft wagt den Umbruch. Nach über zwei Jahrzehnten hören sowohl der Vorsitzende, als auch sein Stellvertreter auf.

Nach 21 Jahren geht eine Ära zu Ende. Franz Schaller ist seit Dienstagabend nicht mehr Vorsitzender der Bäuerlichen Schlachtgemeinschaft Vohenstrauß und Umgebung. Schaller resümierte: "Es war eine schöne Zeit. Auch wenn ich mir hin und wieder die Haare gerauft habe." Alle Querelen seien jedoch stets schnell beigelegt worden. Die Nachfolge tritt Landwirt Jürgen Hilburger aus Altenstadt an.

Finanzielle solide

Er ist seit der Gründung 1978 erst der vierte Vorsitzende. Bis 1985 war Konrad Zitzmann aus Unterlind an der Spitze. Rund neun Jahre führte Georg Rupprecht aus Unternankau das Zepter. Auch Georg Haberkorn aus Obertresenfeld prägte die Gemeinschaft. 1991 wählten die Mitglieder ihn zum stellvertretenden Vorsitzenden. Heuer war auch für ihn die Zeit gekommen, den Posten zu verlassen. Josef Ebnet aus Waldthurn folgt ihm nach.

Dass die Vereinigung auf soliden finanziellen Beinen steht, machte der bisherige Kassier Andreas Kick deutlich. Der Gemeinschaft gehören 175 Mitglieder an. Im vergangenen Jahr wurden 51 Tiere geschlachtet. Darunter waren 5 Kühe, 9 Bullen, 1 Ochse, 8 Färsen, 4 Kälber, 7 Lämmer, 16 Schweine und 1 Spanferkel. Zum Erwerb des Sachkundenachweises für Metzger waren die Metzger Otto Peugler, Andreas Kick und Josef Prem im Februar in Augsburg an der Fleischerfachschule. Der Leiter des Veterinäramts im Landkreis Neustadt/WN, Direktor Norbert Sandner, sprach über die Arzneimittelnovelle, die noch die eine oder andere Feinjustierung erfordere. "Die Tierseuchen sind zurück in Bayern", versicherte der Veterinäramtsleiter. Die BHV1-Krankheit (Bovine Herpesvirus 1) sei aus Österreich eingeschleppt und in über 40 Betrieben in Bayern bei mehreren Tieren nachgewiesen worden. "Das zeigt uns, wie empfindlich die Tiere sind", erklärte Sandner. Was die Vogelgrippe betreffe, könne ebenfalls noch keine Entwarnung gegeben werden. Vor allem Kleinsttierhaltungen seien ungeschützt.

Schutzkleidung im Stall

In östlichen Ländern der EU grassiere die afrikanische Schweinepest, die zum Beispiel von Wildschweinen übertragen werde. Betriebsfremden sollte deshalb der Zutritt in die Stallungen verwehrt oder wenn dann nur mit Schutzkleidung gestattet werden, riet Sandner. Dies sollte auch für Rinderhalter gelten.
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