Gemeinde Altenstadt sagt Nein
Stromtrassen nicht hinnehmen

(Foto: ch)

Gerade noch rechtzeitig vor der Antragskonferenz für die Trassenplanung des Südostlinks hat sich die Gemeinde Altenstadt an die Bundesnetzagentur, die Regierung der Oberpfalz und an Tennet gewandt. Bürgermeister Ernst Schicketanz verweist darauf, dass seine Kommune bereits durch die A 93 sowie die Bundesstraßen 15 und 22 stark belastete seien. "Die B 22 ist in diesem Bereich die meistbefahrene Bundesstraße Deutschlands."

Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg werde zu einer massiven Erhöhung des Güterverkehrs führen. Eine weitere Belastung ergebe sich aus den Altlasten der beiden Bleikristallglasfabriken. In der Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms Bayern 2016 sei Altenstadt als "besonders strukturschwache Gemeinde" eingestuft worden, erinnert der Rathauschef. "Wir möchten unsere Entwicklung mit der Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten vorantreiben." Nach dem Raumordnungsverfahren zum Ostbayernring im Herbst 2016 stehe fest, dass die Gemeinde mit der Trasse durch das Naherholungsgebiet Sauerbachtal und westlich von Meerbodenreuth betroffen sei. Falls die Forderung von Ministerpräsident Horst Seehofer, Südostlink und Ostbayernring gleichzeitig per Erdverkabelung zu verlegen, in die Planung aufgenommen werde, lehne Altenstadt auch die Trasse durch das Sauerbachtal ab. "Eine weitere Belastung durch die Gleichstromverbindung ist nicht hinnehmbar und wird daher von uns abgelehnt."

Daher fordert Altenstadt, das Gemeindegebiet mit den Ortsteilen Meerbodenreuth, Buch und Kotzau bei den Planungen der Gleichstromverbindung auszusparen. "Auch unsere Gemeindebürger können und werden eine Belastung durch eine weitere Trasse nicht hinnehmen. Die Interessen von Land und Forstwirtschaft sowie Naherholung müssen gewürdigt werden."
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