Gemeinderat Altenstadt spricht sich für Parallel-Trasse aus
Nein zu Parksteiner Idee

Altenstadt an der Waldnaab
22.01.2016
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Der Gemeinderat beschloss, eine Stellungnahme zum Raumordnungsverfahren Ostbayernring abzugeben. Die Kommune befürwortet die Trassenführung parallel zu den bestehenden Leitungen. Vorgeschlagen wird der Einsatz von sogenannten Kompaktmasten.

Die Gemeinde lehnt die alternative Trassenführung durchs Sauerbachtal sowie die von Parkstein vorgebrachte neue Variante zwischen Kotzau und Buch/Meerbodenreuth entschieden ab. Die Trasse durch das Sauerbachtal durchschneide und vernichte ein für Altenstadt wertvolles sowie bedeutsames regionales und überregionales Naherholungs- und Landschaftsschutzgebiet.

Ferner stelle diese Variante - nicht zuletzt aufgrund der vorgesehenen großen Masten und den dazugehörigen Leitungen - einen massiven Eingriff ins Landschaftsbild dar. Diese Streckenführung verursache zu großen Einschnitte beim Fremdenverkehr. Bis jetzt nutzen Bürger, Urlauber und Wanderer das Sauerbachtal zur Erholung und zur Einkehr. Die Räte befürchten, dass dies dann nicht mehr der Fall sein werde.

Außerdem sei zu beachten, dass seltene Tier- und Pflanzenarten bedroht oder gar ausgerottet würden. Auch würde Wald mit besonderer Schutzfunktion vernichtet

Der Vorschlag aus Parkstein sei zwar nicht Bestandteil des Raumordnungsverfahrens, werde aber vom Gremium abgelehnt. Bei der von der Nachbargemeinde vorgebrachten Variante werde die Trasse um einige 100 Meter von der bestehenden Leitungsstraße in Richtung der Ortsteile Buch und Meerbodenreuth verlagert. Die Altenstädter sprechen von einer Verschiebung nach dem Sankt-Florians-Prinzip, die nicht hinnehmbar sei.

"Die Wohnqualität unserer Bürger wird erheblich beeinträchtigt. Daneben werden künftige, bauleitplanerische Entwicklungsmöglichkeiten in Meerbodenreuth eingeschränkt", sagte Bürgermeister Ernst Schicketanz. Außerdem sei diese Variante aus ökologischer Sicht höchst problematisch, da wertvoller Wald vernichtet werde.

Die Gemeinde befürwortet stattdessen die Trasse parallel zum bestehenden Ostbayernring. Die Altenstädter bitten darum, zu überprüfen, ob nicht durch den Einsatz von sogenannten Kompaktmasten, die kleiner sind als die vorgesehenen Typen, ein geringerer Flächenverbrauch und damit auch ein kleinerer Eingriff ins Landschaftsbild möglich sei.

Die Räte forderten zudem alle Betroffenen dazu auf, ihre eigenen Einwände schriftlich vorzubringen. Die Unterlagen liegen noch bis 27. Januar im Rathaus zur Einsichtnahme aus. Bislang waren erst wenige Bürger deswegen in der Gemeindeverwaltung. Der Kommune liegt erst eine einzige schriftliche Äußerung seitens der Bürger vor.
Die Wohnqualität unserer Bürger wird erheblich beeinträchtigt. Daneben werden künftige, bauleitplanerische Entwicklungsmöglichkeiten in Meerbodenreuth eingeschränkt.Bürgermeister Ernst Schicketanz zum Vorschlag aus Parkstein für die künftige Trassenführung
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