Gemeinderat will neues Zentrum
Terrasse statt Haltestelle

Die Bushaltestelle verschiebt sich wegen der Neugestaltung des Pfarrplatzes um 300 Meter. Der neue Ein- und Ausstiegspunkt wird auf Höhe der Bushaltestelle vor dem alten Forsthaus entstehen. Bild: adj

Der Gemeinderat möchte ein Zentrum für Altenstadt. Fraktionsübergreifend verabschieden die Parteien ein Vorhaben, welches den Pfarrplatz zu einer neuen Mitte macht. Dafür wollen sie die Bushaltestelle verlegen und den Höhenunterschied auf dem Platz terrassenartig angleichen.

"Es ist wichtig für eine Gemeinde, einen historischen Mittelpunkt zu haben", sagte Klaus Stiefler von der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (RSP) Bayreuth bei der Gemeinderatssitzung. "Dies ist ein wesentlicher Punkt für den Städteumbau." In Absprache mit den Fachbehörden wird die an der Hauptstraße angrenzende Bushaltestelle um etwa 300 Meter auf die Höhe der Haltestelle am Alten Forsthaus bis kurz vor dem Rathaus verlegt. "Damit wird die Möglichkeit geschaffen die bisherige Mauer zu entfernen und den vorhandenen Höhenunterschied terrassenartig anzugleichen", ergänzte Albert Sollfrank vom Planungsbüro Zwick.

Förderantrag gestellt


Der Pfarrplatz selbst wird neu gegliedert: Rundherum werden Bäume gepflanzt. Wie Parkplätze, Pflaster und Fahrbahn gestaltet werden, ist noch offen.

Bisher wurde zunächst auf ein Etappenziel hin geplant: Den Zuwendungsantrag an die Regierung der Oberpfalz zu stellen. Diesen beschloss der Gemeinderat einstimmig.

Mit den privaten und gewerblichen Anliegern haben die Verteter der Gemeinde im Vorfeld bereits gesprochen. Dennoch ist eine weitere Abstimmung wichtig, sagte Bürgermeister Ernst Schicketanz.

Dominik Baschnagel (CSU) und Bernhard Pscheidt (Freie Wähler) erklärten beide, wie wichtig ihnen der Kontakt mit denjenigen ist, die von der Umgestaltung des Pfarrplatzes betroffen sind. Die Verlegung der Bushaltestelle könne für so manchen älteren Mitbürger zum Problem werden. Bürgermeister Ernst Schicketanz und Albert Sollfrank erklärten, dass die Planung immer noch verändert werden könne. Die Verlegung der Bushaltestelle ist mit allen Behörden abgesprochen. Die städtebauliche Umgestaltung kostet etwa 750 000 Euro. Dazu kommen noch ungefähr 100 000 Euro für Kanal und Wasser.
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