Jugendclub "Haislverein" feiert 20-jähriges Jubiläum
Festung flotter Jugendarbeit

Mit Wehmut, aber auch Vorfreude auf den Neubau verabschiedeten sich die Mitglieder des "Haislvereins" 2005 von ihrem alten Domizil. Bild: adj

Nichts los? Dann machen wir halt was los. Aus dieser Grundhaltung gründete sich vor 20 Jahren ein Jugendclub, der sich "Haislverein" nennt. Am Samstag, 4. Juli, feiert er mit einer Riesensause 20. Geburtstag.

Die Geschichte des "Haisl" begann eigentlich 1991, als die Hütte, die der Gemeinde als Geräteschuppen diente, zum Jugendtreff wurde. Ein Motorradunfall des Sohns des damaligen Bürgermeisters und ein schlechter Ruf der Jugendlichen, führten aber zu Schließung und Abriss. Übergangsweise fungierte ein Bauwagen, den Hubert Sura zur Verfügung stellte, als Heimstätte der Jugendlichen.

Neuer Bauwagen aus der ehemaligen DDR

Nachdem der Bauwagen abgebrannt war, trafen sich die Jugendlichen im Keller der Familie von Eka Reber. Dem späteren "Haisl"-Ehrenpräsidenten ist es zu verdanken, dass die Gemeinschaft nicht zerbrach. Er beschaffte einen neuen Bauwagen aus der ehemaligen DDR. Reber machte es möglich, dass der Wagen im "Sandloch", einer Fläche die die Stadt Neustadt unter Bürgermeister Gerd Werner zur Verfügung gestellt hatte, aufgestellt werden durfte.

Da die Bleibe zu klein war, bauten die Jugendlichen eine Hütte. Die Einstellung in der Bevölkerung gegenüber dem "Haisl" hatte sich mittlerweile in Richtung Unterstützung geändert. Schwierig war aber die Zeit als ein junges Mädchen ums Leben kam, dass die Bundesstraße überqueren wollte, die in der Nähe des Treffs vorbeiführt. Weil die Sache immer größer wurde, entschieden sich die Verantwortlichen, den Jugendstreff in einen eingetragenen Verein zu überführen. So kam es am 27. Mai 1995 zur Gründung durch 35 junge Frauen und Männer.

235 Mitglieder im Verein

Erster Vorsitzende war der heutige Gemeinderat Bernhard Pscheidt. Ihn unterstützten Eka Reber junior als Stellvertreter, Kerstin Simon als Schriftführerin, Ernst Schicketanz als Kassier und Holger Buscholl als Beisitzer. Eka Reber senior wurde sofort Ehrenvorstand. Heute hat der Verein 235 Mitglieder. Ihre Beachpartys, Eltern-Kinder-Feste, Rockkonzerte und Partys sind inzwischen legendär. Doch die Jugendlichen übernahmen auch Verantwortung. Sie hängten Nistkästen auf, säuberten die Natur und sammelten Spenden. Im Jahr 2002 beantragte das "Haisl" die Gemeinnützigkeit.

Neubau in Eigenleistung

Da die Mitgliederzahl immer weiter stieg, machte sich die Gruppe um Vorsitzenden Jens Simon Gedanken über einen Neubau und ein eigenes Vereinsgelände. Am 16. Juni 2005 war es so weit. Es erfolgte der Spatenstich am Nachtbühl. An 134 Tagen brauchten 85 Helfer 5800 Stunden für den Neubau. Der junge Verein meisterte alles ohne Schulden.
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