Mäher kein Selbstläufer
Gemeinde und Sportverein einigen sich über Rasenpflege

Wer mäht künftig den Rasen des Sportvereins? Über diese Frage war sich der Gemeinderat nicht ganz einig. Bild: sm

Der SV mäht künftig den Rasen des Sportplatzes in Eigenregie. Den erforderlichen Rasentraktor zahlt die Gemeinde. Das beschloss der Gemeinderat. Damit ist der Bauhof nun außen vor. Doch ganz zufrieden sind nicht alle.

Bisher hatte der Bauhof den Mäher zur Verfügung gestellt. Zusätzlich hat ein Bauhofmitarbeiter den Rasen außerhalb seiner Dienstzeit gemäht. Die Gemeinde bezahlt dem Sportverein einen Rasentraktor und kauft sich damit von den vertraglichen Verpflichtungen zum Rasenmähen frei. Sauer stieß den Räten allerdings auf, dass der Sportverein den Traktor bereits erworben hat und die Gemeinde nun diese Anschaffung begleichen soll.

Vollendete Tatsachen


Auf dem Tisch des Gremiums lag ein Antrag des SV auf Übernahme der Anschaffungskosten in Höhe von 5600 Euro für einen Mähtraktor. In dem vom zweitem Vorsitzenden Holger Buscholl unterzeichneten Schreiben heißt es: "In einer der letzten Ausschusssitzungen des Gemeinderates wurde unter anderem bekräftigt, dass der Sportverein angestrebt sein soll, sich solch ein Gerät selbst anzuschaffen. Die Änderungsklausel für die weitere Nutzung des gemeindlichen John Deere durch die Platzwarte des SVA wäre somit hinfällig. Aus dem Vertrag vom 15. Mai 2003 wäre nun folglich der Paragraf 4 mit den Absätzen 1 und 2 zu streichen."

Dort ist geregelt, dass die Gemeinde das Mähen übernimmt. Nun aber erklärt sich der Sportverein bereit. "Die Anschaffung eines solchen Traktors ist allerdings für unseren Verein eine sehr hohe Hürde. Deshalb beantragen wir eine möglichst komplette Übernahme der Kosten dieses Traktors", heißt es in dem Schreiben weiter.

Der Verein rechnet der Gemeinde vor, dass sich die Kosten für den Traktor innerhalb weniger Jahre für die Gemeinde amortisieren, wenn sich der Bauhof nicht mehr ums Mähen kümmern muss. Die Betriebsstunde des derzeitigen Bauhofgerätes liege bei rund 45 Euro. Die in den vergangenen Jahren ausgeführten Mäharbeiten verbuchten einen jährlichen Arbeitsaufwand von 40 bis 50 Stunden. Somit würde sich die Gemeinde pro Jahr über 2000 Euro einsparen.

Drei Gegenstimmen


Die meisten Gemeinderäte begrüßten die Anschaffung. Einer vollen Kostenübernahme stimmen sie jedoch nur mit Bauchschmerzen zu. Folglich gab es drei Gegenstimmen. Der Verein muss allerdings vor Auszahlung des Betrages noch einige Unterlagen vorlegen.
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