Rinne entschärfen
Bauausschusss geht gegen Hochwasser am Parksteiner Weg vor

Der Bau- und Umweltausschuss beschäftigte sich bei einem Ortstermin mit dem "Parksteiner Weg", einem öffentlichen Feld- und Waldweg zwischen Meerbodenreuth und Parkstein. Bild: sm

Die Gemeinde möchte die Hochwassersituation am "Parksteiner Weg" in Meerbodenreuth entschärfen. Der Bau- und Umweltausschuss machte sich ein Bild von der Lage. "Bei starkem Regen schießen große Wassermassen über den Hohlweg herunter", erklärte Bürgermeister Ernst Schicketanz.

"Rund 20 Zentimeter hoch strömt das Wasser den Hohlweg herunter und überflutet alles. Querrinnen, Wassergräben und Kanalrohre bewältigen das nicht mehr", berichtete der Rathauschef. Bauhofchef Stefan Fuchs hatte sich im Vorfeld schon damit beschäftigt: "Da sich der nahezu 800 Meter lange Weg teilweise wie eine Rinne durch die landwirtschaftlichen Flächen zieht, sammelt sich bei Starkregen das Wasser in der Rinne und schießt den Berg herunter."

Es könne aber Abhilfe geschaffen werden. Fuchs schlug vor, die Aufschüttungen, größtenteils Bauschutt, abzugraben und dafür Frostschutzmaterial aufzufüllen und einzuarbeiten. Mit Hilfe von Querneigungen könnten die Wassermassen erheblich reduziert werden. Die Maßnahme könnte in zwei Bauabschnitten erledigt werden, ergänzte Schicketanz.

Baubeginn schon bald


Die Kostenschätzung der ersten rund 480 Meter liegt bei rund 56 000 Euro, der Rest würde etwa 30 000 Euro kosten. Sollte beides gleichzeitig angegangen werden, betrage der Aufwand aber nur 75 000 Euro. Das überzeugte den Ausschuss. Nach Möglichkeit soll es noch heuer nach der Erntezeit los gehen.

Bei einem weiteren Ortstermin ging es erneut um die Ertüchtigung eines öffentlichen Feld- und Waldweges. Der "Haidmühler Weg" in Meerbodenreuth Richtung Bürgerwald befindet sich teilweise in sehr schlechtem Zustand. Außerdem verläuft der 870 Meter lange Weg zum Teil nicht auf Gemeindegrund. Dies sollte bereinigt werden, meinte der Bürgermeister. Die Räte gaben grünes Licht für weitere Planungen. Nächstes Jahr könnte es an die Umsetzung gehen.

Der Rathauschef soll sich mit den Anliegern besprechen. Eine Kostenschätzung wird eingeholt. Kämmerer Rüdiger Fuhrmann will abchecken, ob es Fördermöglichkeiten gibt, zum Beispiel für Wegeunterhaltsmaßnahmen oder bei einer "Radweglückenschließung".

Keine Einwände hatte das Gremium beim Bauantrag von Anton Braun für vier Massiv-Fertiggaragen mit bekiesten Flachdächern in der Meerbodenreuther Straße 4. Zustimmung fand der Tektur-Bauantrag der Baugemeinschaft Schott, Dobmeier, Kießlich und Bächer zur Erweiterung von Büros in der Ernst-Kraus-Straße.
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