Überquerung der Schweinenaab
Brücke und Straße: 1,2 Millionen

Seit 2010 wird über die Erneuerung der Brücke über die Schweinenaab im Ortsteil Buch geredet. Die jetzt vorliegende Planung wird den Bereich der Brücke und die Kurve in Richtung Ortsmitte entschärfen. Bild: adj

Die Pfeiler für den Neubau der Brücke über die Schweinenaab bei Buch und die Magdeburger Straße sind eingeschlagen. Der Gemeinderat schob für das 1,2 Millionen-Euro-Projekt kräftig an.

Nach der Vorstellung der geplanten Arbeiten durch das Büro Zwick Weiden stimmten die Räte jetzt zu, die Zuwendungsanträge zu stellen. Planer Albert Sollfrank und Manuel Zwick stellten die Maßnahmen dem Gremium vor.

Seit 2010 werden die Möglichkeiten zur Erneuerung der Brücke über die Schweinnaab im Ortsteil Buch abgeklopft. Einen Wellblechdurchlass als Ersatz für den Übergang hat die untere Naturschutzbehörde abgelehnt. Auch ist dafür der Untergrund nicht geeignet.

Die jetzt vorliegende Planung sieht eine Brücke ohne Tonnagenbegrenzung vor. Das Bauwerk steht auf Betonbohrpfählen. Die Durchlassbreite für das Wasser würde sich von 10,40 auf 7 Meter verringern. Für den Hochwasserschutz sei das kein Problem, erfuhren die Räte.

Die Fahrbahn wird von 4,20 auf 5 Meter verbreitert. Die Fahrbahn würde insgesamt um 1 Meter abgesenkt. Die dadurch nötige Veränderung der Böschungen in Richtung Ortskern Buch brächte eine leichte Entschärfung bei den Kurven und den beiden Einmündungen vor der Brücke.

10 Betonpfähle, die rund 1,50 Meter tief in den Boden reichen, tragen das Bauwerk. "Der Eingriff ins eigentliche Bachbett ist dadurch sehr gering", so die Planer. Ein landschaftspflegerischer Begleitplan ist ebenfalls nötig. Für den Brückenbau und die Erneuerung der 180 Meter langen Fahrbahn in Richtung Parkstein veranschlagten sie Kosten von etwa 750 000 Euro.

Weitere 485 000 Euro kommen auf die Kommune für die Sanierung der Magdeburger Straße in Richtung Weiden zu. Die etwa 330 Meter lange Verbindung bedarf dringend der Erneuerung. Eine Baugrunduntersuchung ergab, dass der Unterbau bis in 30 bis 40 Zentimetern Tiefe ausgetauscht werden muss.

Die Straße wird in gleicher Breite und Höhe aber mit einem stärkeren Oberbau erstellt als die bestehende. Der zwei Meter breite Gehweg soll ausgebessert werden. Eine Erweiterung zum Geh- und Radweg würde den Grünstreifen verkleinern. Außerdem gäbe es dafür keine Förderung.

Radweg gewünscht


Dominik Baschnagel (CSU) nannte den Ausbau, auch wenn es keine Förderung gebe, dennoch eine Option. Bernhard Pscheidt (Freie Wähler) forderte, über einen beidseitigen Rad- und Gehweg nachzudenken, um das jetzt schon häufig praktizierte gefährliche Überqueren der Straße zu verhindern.
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