Vdk-Barriereberaterin informiert über Schwachstellen für MEsnchen mit Behinderung im Ort
Treppen und Rennbahn-Rampen

Leider sind einige Rampen im Altenstädter Friedhof für Rollstuhlfahrer ungeeignet, da sie zu steil sind. Bild: sm

"Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht". Unter dieses Motto hatte Vdk-Barriereberaterin Theresia Spachtholz aus Neustadt ihren Vortrag im Gemeinderat gestellt. Zur Überraschung der Räte, zeigte sie zahlreiche Schwachstellen in der Kommune auf.

Die meisten Probleme betrafen öffentliche Einrichtungen. Im privaten und geschäftlichen Bereich verwies sie ebenfalls auf Schwierigkeiten für Menschen mit Behinderungen. Spachtholz nannte aber auch positive Beispiele wie die neue Rampe bei der Grundschulturnhalle, die Fußgängerampel an der B 22 oder das barrierefreie Rathaus.

Hintergrund war eine von den Senioren- und Familienbeauftragten Annett Kamm und Elfi Gierlinger angeregte Ortsbegehung im Juli. Daran nahmen auch Vertreter vom "Betreuten Wohnen" und der "Ambulanten Krankenpflege" mit einem Rollstuhlfahrer und einer Rollatornutzerin teil. "Meine Ausführungen sollen keine Kritik, sondern Anstoß für Verbesserungen sein", erklärte Spachtholz.

Los ging die zweistündige Tour in der Egerländer Straße. Hier versperrten trotz absolutem Halteverbot wild parkende Fahrzeuge den Gehsteig. Weiter ging es in Richtung Spielplatz im Lindenweg. Schon am Eingangstor hatte der Rollstuhlfahrer Probleme mit einer Schwelle. Zudem ist das Tor unmittelbar am Straßenrand ohne Übergangsbereich, was auch für herauslaufende Kinder gefährlich werden könnte. In der Kantstraße versperrten am Gehsteig abgestellte Mülltonnen den Weg. Auch Kanaldeckel entpuppten sich als Hürde.

Weiter ging es in Richtung Friedhof. Die Rampe an der Bücherei im Julius-Meister-Weg nannte Spachtholz eine Rennbahn. Als größten Knackpunkt bezeichnete sie den Friedhof. Schon beim Eingang sei der Gehsteig nicht abgesenkt und das Kopfsteinpflaster für Rollstühle und Rollatoren ungeeignet. "Die Räder verkanten sich in Fugen und Rinnen und fahren fest."

Zudem seien einige der vorhandenen "gut gemeinten Rampen" zu steil. "Runter ist es für Rollstuhlfahrer gefährlich und rauf unmöglich." Auch die im Leichenhaus untergebrachten sanitären Einrichtungen seien für Behinderte ungeeignet. Zur Sprache kam auch, dass es an verschiedenen Stellen im Ort keine Gehsteige gebe, Wenn sie vorhanden sind, fehlen zum Teil Absenkungen für die Nutzung mit dem Rollstuhl. Des Weiteren gibt es zahlreiche Behinderungen durch überstehende Hecken und Sträucher. Sitzungsleiter zweiter Bürgermeister Konrad Adam erklärte, dass die Gemeinde Abhilfe schaffen wolle, wo es möglich sei.
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