Viel Lärm, wenig Antworten
Anwohner der Bahnlinie und Albert Rupprecht beraten über Elektrifizierung

Umringt von vielen Anwohnern machte sich Albert Rupprecht (Mitte) ein Stimmungsbild zum Thema Elektrifizierung und Lärmschutz. Bild: adj

Die Fragen der Bürger sind immer die gleichen. Brauchen wir die Elektrifizierung? Die Ängste waren beim Gespräch mit Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht am Bahnhaltepunkt deutlich herauszuhören. Organisiert hatte es die CSU. Ortsvorsitzender Dominik Baschnagel freute sich über 50 Interessierte.

"Wir wollen die Elektrifizierung, aber wir wollen auch den höchstmöglichen Lärmschutz. Einen weiteren Bahnhaltepunkt am Hammerweg in Weiden lehnen wir ab", sagte Baschnagel. Rupprecht betonte, dass man erst beim Planfeststellungsverfahren sehen könne, wie der Lärmschutz aussehe. "Die mündliche Zusage aus dem Ministerium für höchstmöglichen Lärmschutz haben wir aber noch nicht schriftlich."

Thomas Kraus von der Bürgerinitiative "Laut wird's" erklärte, dass es ein Unterschied sei, ob man Lärmschutz bekommen könne oder Rechtsanspruch darauf habe. Ob die Elektrifizierung zu verhindern sei, wagte Rupprecht nicht zu beantworten. "Alle Fachleute erklären, wir brauchen sie auch für den Personenverkehr. Doch wir müssen uns für den Schutz der Menschen stark machen. Ich werde auch bei der Bahn nachfragen." Baschnagel forderte eine Lärmschutzbefragung, um zu erfahren, wie die Bürger die heutige Situation einschätzen. Einig waren sich die Teilnehmer des Bahnsteiggeprächs, dass die Belastung durch den Personenverkehr zwar vorhanden, aber nicht so groß sei. Das Problem sei der Güterverkehr. Eine Anwohnerin sagte es so: "Wenn der Personenzug hinterm Haus vorbeifährt, schläft das Kind im Kinderwagen weiter. Fährt ein Güterzug vorbei, ist es sofort wach".
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