Vor Köln und nach Köln
Integrationsbeauftrgater der Staatsregierung beim Neujahrsempfang der CSU

Seit Silvester gibt es in Deutschland vor Köln und nach Köln.

Beschimpfungen bis Morddrohungen per Fax oder Internet gehören zum täglichen Brot des Integrationsbeauftragten der bayerischen Staatsregierung Martin Neumeyer. Beim Neujahrsempfang der CSU brach er dennoch eine Lanze für die Aufnahme von Flüchtlingen.

CSU-Vorsitzende Annett Kamm kam dies im Feuerwehrhaus gelegen. "Integration wird in Altenstadt gelebt", stellte sie fest. Doch das ist nicht so einfach, erklärte Neumeyer. "Einen Bus voller Flüchtlinge nach Berlin zu schicken, ist ein Signal. Doch der Initiator, Landrat Peter Dreier, hätte mit in den Bus gehört und nicht mit einem Luxusauto hinterherfahren sollen."

Seit der Silvesternacht gebe es in Deutschland "vor Köln und nach Köln". Neumeyer kritisierte die Medien und das Mauern der Polizeibehörden. "Wir sind mündige Bürger und müssen uns nicht von Journalisten erziehen lassen. Es ist ein Skandal, dass die richtigen Informationen erst nach fünf Tagen bekannt wurden." So etwas spiele nur der AfD in die Hände. "Wer Misstrauen sät, wird auch Misstrauen ernten", warnte Neumeyer. In ganz Europa seien die Rechten bereits auf dem Vormarsch. Die Diskussion über Integration müsse ohne Angst Illusion geführt werden.

"Wir Politiker müssen den Menschen zuhören, sonst verlieren wir sie." Wichtig sei eine gesamteuropäische Lösung. "Die bisherige Debatte dazu kann man schon als zynisch bezeichnen." Als Herausforderung der Integration nannte der Experte Bildung, Arbeitsplätze und Wohnungen.

Fraktionsvorsitzender Dominik Baschnagel forderte dazu auf, in den Landkreisen und Gemeinden zu Lösungen beizutragen. "Ich bin guter Hoffnung, dass wir das schaffen."
Seit Silvester gibt es in Deutschland vor Köln und nach Köln.Martin Neumeyer
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