Philipp Wolf kehrt aus Rio zurück
Olympia-Flair in der Altenstädter Kettelerstraße

Philipp Wolf (Vierter von links) begrüßte die Gäste bei seiner Überraschungsparty. Vater Reinhard (von links), seine Brüder Florian und Lukas, seine ehemaligen Trainer Wolfgang und Peter Dehling, Nachbar Dominik Baschnagel und Mutter Helga freuten sich, dass der Schwimmer nach den Rio-Tagen wieder zu Hause ist. Und Hund Joschi war natürlich auch dabei. Bilder: sm (3)

Der Olympia-Express rollt Richtung Oberpfalz. Die Eltern Helga und Reinhard und Freundin "Pauli" sind noch im Wagen. Vielleicht noch ein kleines Gläschen zu Hause in Altenstadt/WN ist nach der Rückkehr aus Frankfurt geplant. Doch dann gibt es für Philipp Wolf die ganz große Überraschung.

Die La-Ola-Welle schwappte durch die Kettelerstraße, die Olympia-Fahne mit den fünf Ringen war gehisst, als der Olympier sich freudestrahlend aus dem Auto schälte: Familie und Nachbarn empfingen am Dienstagabend Schwimmer Philipp Wolf vor seinem Elternhaus in Altenstadt/WN. Nachbar Dominik Baschnagel und alle anderen um die Wolfs herum hatten sich die Fete ausgedacht. "Uns war schon vor längerem klar, dass wir was machen." Und so packten alle an und bereiteten eine Überraschungsparty vor - samt Sperrung der Straße. Die erste halbe Bier packte der Rio-Teilnehmer auf Ex. Hinterm Grill stand der große, einen Kopf kleinere Bruder Florian und erinnerte sich: "Ja, wir haben zusammen das Seepferdchen gemacht", grinste er. "Und dann hat sich das alles irgendwie gegensätzlich entwickelt." Bei Philipp so, dass er quasi in letzter Sekunde auf den Rio-Zug aufsprang.

"Wahnsinn, ich bin echt begeistert, ich habe wirklich von nichts gewusst", jubelte der seit einer Woche 24-Jährige über die Überraschungsparty. Auch Haushund Joschi war da. Den interessierte nicht, dass sein Herrchen in Rio eine der wenigen positiven Erscheinungen im deutschen Schwimmsport war. Allen anderen musste Philipp aber - immer noch im "Germany-Shirt" - erzählen, was er bei Olympia erlebt hatte.

Für eine tiefergehende Analyse war es freilich noch zu früh, aber auch seine ersten Trainer beim SV Weiden, Wolfgang und Peter Dehling, waren da: "Mir war immer klar, dass er etwas besonderes ist. Er ist einfach physisch und psychisch total belastbar", sagte Dehling und stieß mit seinem ehemaligen Schützling an.

Am Dienstagmorgen war Philipp mit der Olympiamannschaft aus Rio kommend in Frankfurt gelandet, war bei der Olympia-Feier am Main dabei. "Wir waren auch auf dem Balkon auf dem Römer." Aber was ist der gegen die Altenstädter Kettelerstraße. "Das Fest hier ist natürlich noch besser", sagte der Altenstädter und gab das Startkommando: " Jetzt machen wir einen drauf. Ich bin trainiert."

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