Ausstellung über die Goldene Straße im Rathaus von Altenstadt eröffnet
Karl IV. - ein "großer Europäer"

Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher eröffnete als Schirmherr die von Rainer Christoph (von links) organisierte Ausstellung über Kaiser Karl IV. Unter den Gästen der Eröffnungsfeier waren auch Ernst Schicketanz (Dritter von links) und Dr. Zdenek Krasa (Vierter von links). Bild: sm

Unter Kaiser Karl IV. sahen sich die Menschen in unserer Region mit Böhmen friedlich vereint. Der Regent öffnete Kontakte zu den Nachbarländern über die Goldene Straße. Eine von Rainer Christoph organisierte Ausstellung befasst sich nun mit dieser Thematik.

Kaiser Karl IV. und die Goldene Straße stehen im Mittelpunkt der Ausstellung, die am Donnerstag im Altenstädter Rathaus eröffnet wurde. Sie ist bereits bis Ende 2017 ausgebucht, ist noch bis 17. Mai in Altenstadt/WN zu sehen und geht danach auf Wanderschaft in zahlreiche Orte entlang der Goldenen Straße.

Bürgermeister Ernst Schicketanz zeigte sich hocherfreut über die Premiere der zweisprachigen Wanderausstellung. Er dankte dem Förderverein "Goldene Straße", der diese Landesausstellung in Kooperation mit dem "Haus der Bayerischen Geschichte" und dem Verein "Via Carolina" möglich gemacht hat. Durch Schülerarbeiten aus Kunstwettbewerben des Fördervereins von Prag bis Nürnberg, aber auch von Schülern aus Luxemburg und Niederschlesien spreche diese Ausstellung nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder an.

Spende für Förderverein


"Die Ausstellung zeigt die Verbindung zu Böhmen und einen wichtigen Ausschnitt der Nordoberpfälzer Geschichte", meinte Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher als Schirmherr. Kaiser Karl IV. sei ein "großer Europäer" und der "Gründer der Brücke Nürnberg-Prag". Höher dankte den Initiatoren und überreichte eine Spende an den Förderverein.

"Mit der Grenzöffnung zum Nachbarland Tschechien wurden 1990 die ersten Kontakte zwischen Schulen aufgenommen", berichtete Rainer Christoph. In gemeinsamen Projekten beschäftigten sich nordbayerische und tschechische Lehrer und Kinder mit Karl IV., dem Luxemburger auf dem böhmischen Thron. "Die Ausstellung soll Dank sagen, anlässlich des 700. Geburtstags des Kaisers. Der Dank geht an alle Lehrer, Kinder, deren Eltern und an die Bürgermeister, die das Projekt Goldene Straße bislang unterstützt haben. Hochgerechnet sind das in 20 Jahren rund 30 000 Schüler in vier Ländern", berichtete Christoph.

Die Ausstellung wolle aber auch neugierig machen. "Macht euch auf Spurensuche", lautete der Appell des Fördervereinsvorsitzenden. "Forscht nach, um mehr über das Leben eines der berühmtesten Herrscher des alten Europas, den böhmischen König und römischen Kaiser Karl IV., zu erfahren!" Christoph forderte dazu auf, die Ausstellung zu besuchen und sich auf Spurensuche entlang der Goldenen Straße zu begeben. Er versicherte: "Es gibt viele Spuren."

Christoph berichtete noch aus der Regierungszeit des aus dem Hause Luxemburg stammenden Karl IV. (1346 - 1378), in der die Goldene Straße zu einem der bedeutendsten Verbindungswege zwischen Frankfurt, Nürnberg, Weiden, Prag und Breslau wurde. Die nahezu 50 Gäste, die zur Eröffnung ins Rathaus gekommen waren, besichtigten im Anschluss auf drei Etagen die Exponate, die unter Mithilfe der Firma CP2 aus Altenstadt/WN entstanden sind.

Musikalisch gestaltet wurde die Eröffnungsfeier von Schülern der Mittelschule Altenstadt unter Leitung von Musiklehrer Josef Neubauer.
Die Ausstellung zeigt die Verbindung zu Böhmen und einen wichtigen Ausschnitt der Nordoberpfälzer Geschichte.Schirmherr Lothar Höher
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