Besonders niedrige Renten in Weiden
Verdi kämpft für gute Rente

Der Altersarmut die in der Region Weiden besonders groß hat der Regionalvorstand ver.di Weiden den Kampf angesagt. Von links: Heinrich Huschka, Petra Graf -stv. Regionsvorsitzende und Vorsitzende ver.di OPf.-, Friederike Gmeiner-Krös, Oskar Salfetter -Vorsitzender ver.di Weiden und Region, Margunde Reiss, Manuela Dietz -ver.di Gewerkschaftssekretärin, Erich Bäumler -stv. Regionsvorsitzender-, Ulla Allbert.

Vorsitzender Oskar Salfetter berichtet über eine wissenschaftliche Untersuchung. Er fordert ein Ende der Niedriglöhne und Altersarmut in der Region.

(adj) In seiner Vorstandssitzung in "d'Wirtschaft" hat sich der Regionalvorstand verdi Weiden und Region mit Altersarmut und geringen Renten beschäftigt. Vorstandsvorsitzender Oskar Salfetter stellte hierzu eine wissenschaftliche Ausarbeitung von Professor Ernst Kistler vom internationalen Institut für Empirische Sozialökonomie vor. Der Wissenschaftler hatte Altersarmut und geringe Renten in Bayern und der Oberpfalz untersucht. Der durchschnittliche Zahlbetrag der neuen Versichertenrente beträgt in Bayern monatlich 741 Euro und in der Oberpfalz 691 Euro. Mit 648 Euro ist die Durchschnittsrente in Weiden besonders niedrig. Demgegenüber beträgt die Durchschnittsrente in Amberg 712 Euro, in Neustadt/WN 726 Euro und in Tirschenreuth 688 Euro.

Die Vorstandsmitglieder diskutierten den Zusammenhang von niedrigem Einkommen zu niedrigen Renten. Bezeichnend dafür ist, dass die Oberpfalz mit einem verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte je Einwohner mit jährlich 20 480 Euro (Stand 2013) den letzten Platz unter allen bayerischen Regierungsbezirken belegt.

Positiv ist, dass die Oberpfalz bei der Veränderung der real verfügbaren Einkommen je Einwohner mit einem "Aufholprozess" von 8,2 Prozent in den Jahren 2000 bis 2012 den zweiten Platz aller bayerischen Regierungsbezirke einnimmt. Nur Niederbayern war mit 12,1 Prozent etwas schneller. Der verdi Regionalvorstand fordert alle Verantwortlichen auf, diesen positiven Trend nachhaltig zu stärken. Dies ist auch ein Beitrag zur Bekämpfung von Niedriglöhnen, prekärer Beschäftigung, Kinder- und Altersarmut in der Region. Manuela Dietz, Gewerkschaftssekretärin, wies zum Schluss darauf hin, dass alle Gewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes von Herbst an eine große Kampagne gegen Altersarmut starten.

"Auch wir werden uns in unserer Region mit Aktionen daran beteiligen." Für einen erfolgreichen Kampf gegen Altersarmut hofft der Regionalvorstand auf zahlreiche Unterstützung.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.