Blumenschmuck teurer als erwartet
Neugestaltung dreht sich im Kreis

Der Gemeinderat wollte ursprünglich den grünen Hügel im Kreisverkehr verschönern. Unerwartet hohe Kosten zwingen die Räte nun, nach Alternativlösungen zu suchen. Bild: sm

Das Erscheinungsbild am Eingang gilt als das Aushängeschild eines Ortes. Altenstadt will deswegen den Kreisverkehr zwischen Autobahnabfahrt und Ortsschild aufhübschen. Jetzt flattert die Kosten- aufstellung herein.

Im Konzept der Ortsentwicklung wollte die Gemeinde einen neu gestalteten Ortseingang beim Kreisverkehr schaffen. Doch der geplante Blumenhügel in der Verkehrsinsel scheitert wohl an den Kosten. Dem Gemeinderat ist die Umgestaltung des 524 Quadratmeter großen grünen Hügels in ein Blumenmeer zu teuer.

Das Straßenbauamt pflegt den Kreisverkehr derzeit. Der Rasen ist zwar pflegeleicht, aber nicht besonders schön. Deshalb wollte die Gemeinde die Pflege künftig selbst übernehmen und den grünen Hügel mit Blumen verzieren. Bürgermeister Ernst Schicketanz (SPD) legte im Gemeinderat den Kostenentwurf vor. Demnach soll die Maßnahme nahezu 15 000 Euro kosten. Im Haushalt waren 5000 Euro eingeplant.

Dominik Baschnagel wollte die Umgestaltung aber nicht ganz aufgeben. "Der Kreisverkehr am Ortseingang ist eine Visitenkarte für Altenstadt", meinte der CSU-Fraktionssprecher. Man müsse nach machbaren Möglichkeiten suchen. Vielleicht sei zumindest die Verschönerung einer Teilfläche möglich.

Er empfahl eine Ausschreibung mit einer 5000-Euro-Kostenbegrenzung. Claudia Adam (Freie Wähler) dagegen schlug vor, das Geld zur Ortsverschönerung an anderen Stellen einzusetzen. Michael Eismann (Freie Wähler) sah Probleme bei der künftigen Pflege. "Unser Bauhof ist sowieso schon ausgelastet", meinte er. Dem stimmte Konrad Merk (SPD) zu. Andreas Greiner (CSU) schlug vor, nur die Mitte des grünen Hügels aufzuhübschen und sich mit dem Straßenbauamt die Pflege zu teilen. "Den Blumenring könnte die Gemeinde pflegen, den Rasen das Straßenbauamt." Schicketanz will mit der Behörde klären, ob dies möglich ist.

Zustimmung fanden die Bauanträge von Tobias Berner (Anbau an das bestehende Gebäude und Neubau eines Gerätehauses) und des Landkreissiedlungswerkes (Errichtung von 15 Balkonen mit Überdachung). Die Räte stimmten einer von Kämmerer Rüdiger Fuhrmann erarbeiteten Neuvereinbarung mit der Kindertagesstätte Regenbogenland zu: Demnach leistet die Kommune künftig keine Defizitvorauszahlungen mehr.

Der Bürgermeister informierte, dass der Friedhofzaun erneuert wird. Der geplante Wegebau dort beginnt Anfang September, der Umbau der Kantstraße soll am 25. Juli starten.

Unser Bauhof ist sowieso schon ausgelastet.Gemeinderat Michael Eismann (Freie Wähler)
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