CSU stellt Bürgerbefragung vor
„Nein“ wird nicht akzeptiert

Dominik Baschnagel (stehend) stellte das Ergebnis der Bürgerbefragung zum Thema Verkehr vor. Bild: sm

Die Altenstädter selbst sollten das Wort haben. Das war Hintergrund der "Bürgerbefragung Verkehr" der CSU. Sie machte allerdings deutlich, dass das hohe Verkehrsaufkommen in der Gemeinde eigentlich ein Weidener Problem ist.

40 Interessierte kamen zur Vorstellung der Ergebnisse durch die CSU-Gemeinderatsfraktion in "d'Wirtschaft" zusammen. "Wir wollen damit weitere Argumente sammeln, die wir an die zuständigen Behörden weitergeben können", meinte CSU-Sprecher Dominik Baschnagel.

Ohne Parteigrenzen


Von Beginn an wurde deutlich, dass es sich um eine Veranstaltung mit überparteilichem Charakter handelte. Auch Gemeinderäte der Freien Wähler sowie Bürgermeister Ernst Schicketanz (SPD) waren der Einladung gefolgt. Alle kamen zu Wort. Fraktionsvorsitzender Baschnagel, der mit Andreas Greiner die Befragung auf die Beine gestellt hatte, berichtete über die Ergebnisse.

141 Haushalte haben teilgenommen, 126 davon konnten ausgewertet werden. "Wir haben die anonymen Rückantworten zwar angeschaut, aber nicht ausgewertet, weil wir keine Verfälschung wollten", begründete Baschnagel das Vorgehen. Es beteiligten sich hauptsächlich Bürger aus dem Süden und aus der Mitte Altenstadts. Den meisten ist die starke Verkehrsbelastung der Kommune bewusst, sie sehen sich davon selbst betroffen. "Vor allem die B 22 und die Hauptstraße sind das Problem", erklärte Baschnagel. Die meisten wünschten sich generell weniger Verkehr.

Nach der Präsentation kam es zu einer regen Diskussion. "Wir brauchen eine Lösung für die Zufahrt von der Egerländerstraße", forderte ein Gast vehement und meinte zusätzlich, dass ein Nein der Behörden nicht mehr akzeptiert werden könne. Zudem ging es um die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Höhe Sauernlohe sowie die Verkehrsbelastung in der Windischeschenbacher Straße.

Druck muss steigen


"Unser großes Ziel ist es, die Verkehrssituation in Weiden zu lösen - dort, wo das Problem entsteht", betonte Baschnagel, gab aber zu, "dass so etwas Zeit braucht." Bis dahin sollten Zwischenlösungen gefunden werden, meinten die Teilnehmer. "Wichtig wird sein, dass wir Altenstädter zusammenrücken und gemeinsam etwas unternehmen. Wir brauchen mehr Öffentlichkeit", meinte Baschnagel. "Das ist richtig, der öffentliche Druck muss steigen", ergänzte ein Bürger.

Damit alle den gleichen Informationsstand haben, soll die Befragung an die Gemeinde sowie an weitere Behörden gehen. Bürgermeister Schicketanz begrüßte die Initiative von Baschnagel zu einer parteiübergreifenden Lösung des Altenstädter Verkehrsproblems.
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