Das Ehepaar Lindner kocht zum letzten Mal im "Schwarzen Bären"
Ende einer langen Tradition

Zum letzten Mal standen Markus, Silvia, Irmgard und Felix Lindner (von links) am vergangenen Sonntag im "Schwarzen Bären" am Herd. Bild: sm

Eine Ära geht zu Ende. Über drei Jahrzehnte lang stand das Wirtsehepaar Felix und Irmgard Lindner in der Gaststätte "Zum schwarzen Bären" jeden Sonntag in der Küche am Herd.

Im November 1985 übernahm das Ehepaar Lindner das traditionsreiche Lokal in der Hauptstraße. Zum Markenzeichen wurde schnell die gutbürgerliche Küche. Schweine- oder Sauerbraten, Schweinshax'n oder Schäufele, Schnitzel oder Entenbrust sowie Wildspezialitäten waren stets gefragt.

Hilfe von der Familie


Unterstützt wurden die Lindners stets von ihren Kindern, Schwieger- und Enkelkindern. Jetzt hören sie aus Altersgründen auf, haben aber schon einen Nachfolger für ihren Familienbetrieb. "Wir haben unsere Gaststätte immer mit Liebe und Herzblut geführt", erklärt Irmgard Lindner. "Wir haben nie Urlaub gemacht", ergänzt ihr Mann Felix. "Und wir hatten nie Ärger mit unserem Verpächter, der Metzgerei Hausner."

Die Lindners beenden damit eine seit Generationen bestehende Tradition. Ihre Vorfahren waren immer Metzger und Gastwirte. Allerdings setzt Enkel Joseph als Metzger diese Tradition noch fort. Am Sonntag wurde zum letzten Mal ausgekocht. Bis Ende August betreibt die Familie Lindner nur noch den Ausschank. Währenddessen wird die Küche komplett renoviert.

Lindner-Gerichte bleiben


Ab 1. September übernimmt Simone Cooper aus Mantel den "Schwarzen Bären". Sie hat bereits Erfahrung im Gastgewerbe und will das Gasthaus in bewährter Form als Familienbetrieb weiter führen. Auch die "bürgerliche Küche" mit den "Lindner-Gerichten" soll es dann wieder geben. "Ich werde die neue Wirtin schon entsprechend anlernen", erklärte Irmgard Lindner.
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