Gemeinderat stimmt Haushalt zu
Gemeinde so gut wie schuldenfrei

Einstimmig beschlossen die Fraktionen im Gemeinderat den Haushalt 2016. Der Verwaltungsetat beläuft sich auf 9 079 700 Euro und der Vermögensetat auf 4 079 000 Euro.

Wie Kämmerer Rüdiger Fuhrmann erläuterte, werden für Investitionen keine neuen Kredite aufgenommen. Die Verpflichtungsermächtigungen für das neue Feuerwehrauto im Vermögenshaushalt betragen 150 000 Euro. Die Grundsteuer A und B beträgt 320 von Hundert und die Gewerbesteuer 300 von Hundert.

Die Kassenkredite zur rechtzeitigen Ausgabenleistung werden auf 1 500 000 Euro festgelegt. Fuhrmann ging auf die Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen ein, erklärte aber auch, dass sich durch den Anstieg die Schlüsselzuweisungen verändern könnten. Erfreulich sei die Senkung der Kreisumlage durch den Landkreis.

Keine Altlasten


Wie sich die Lage gerade entwickelt, planen die Räte für 2017 keine Kreditaufnahmen. Bei einer Pro-Kopf-Verschuldung von 79 Euro, die wahrscheinlich noch weiter sinkt, und der Vermögenswerte sei die Kommune praktisch schuldenfrei.

Trotz der Abschmelzung der allgemeinen Rücklage auf 800 000 Euro stellte Fuhrmann fest, dass die Gemeinde ihre Aufgaben zufriedenstellend erfüllen könne. Für die Zukunft gehe die Gemeinde von einer gesicherten Finanzlage aus.

Die Fraktionsvorsitzenden Dominik Baschnagel (CSU), Bernhard Pscheidt (Freie Wähler) und Konrad Merk (SPD) lobten das Zahlenpaket. Mit der Verwaltung habe man eine solide Basis geschaffen. Baschnagel unterstrich, dass die CSU Wlan-Hotspots, Bushäuschen und eine bienenfreundliche Bepflanzung der Insel am Kreisverkehr vorgeschlagen habe. Er forderte vollen Einsatz für neues Wohnen und Gewerbe in der Gemeinde.

Pscheidt sieht die wichtigsten Aufgaben in der Sanierung der Mittelschulturnhalle und des Hochbehälters sowie dem Kauf des Feuerwehrautos. Die Freien Wähler würden sich aber mehr Innovation und Leuchtturmprojekte wünschen. Die Bepflanzung des Kreisverkehrs an der Autobahn ist für Pscheidt inakzeptabel. Das Geld würde für Wichtigeres gebraucht.

Problemfall Sauernlohe


Merk erwähnte den geplanten Seniorenpark und die Mittelschulturnhalle. Auch der Stadtumbau West müsse vorangehen. Gut sei der geringe Anstieg der Personalkosten. Der Haushalt ist auf eine gute Infrastruktur und auf die Zukunft ausgerichtet. Die Fraktionsführer waren sich einig, dass in Sachen Verkehrsanbindung Sauernlohe eine Lösung gefunden werden müsse.
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