KAB-Referat über Umwelt-Enzyklika des Papstes
Wachrütteln

Beim Kreisausschuss der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) gab Betriebsseelsorge-Referent Richard Wittmann den KAB-Ortsverbänden einen Einblick in die Umwelt-Enzyklika "Laudato si" von Papst Franziskus. Der Text sei das jüngste Dokument einer mit der Enzyklika Rerum novarum begonnenen und inzwischen 125-jähriger Tradition kirchlicher Sozialverkündigung. Der Papst sorge sich darin um die Zukunft des "gemeinsamen Hauses", unsere Erde. Mit einer Darstellung der aktuellen ökologischen und gesellschaftlichen Krise wolle er wachrütteln und für einen neuen Lebensstil werben. Dabei nehme er alle Akteure in den Blick: Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Kirche, NGOs, jeden einzelnen Menschen.

Man brauche "ein Gespräch, das alle zusammenführt". Der Papst schreibe nicht so sehr als oberster Hüter des Glaubens, sondern als "besorgter Hirte", dem es um das Wohl aller Menschen geht. Bei aller Dramatik der aktuellen Situation würdige der Papst auch, dass es in einigen Ländern positive Ansätze und kleine Erfolge bei der Umweltverbesserung gebe. Das gebe Hoffnung und zeige, dass "der Mensch fähig ist, positiv einzuschreiten". Zugleich kritisiert das Kirchenoberhaupt die Dominanz der Wirtschaft, durch die "alles Schwache wehrlos gegenüber den Interessen des Marktes" werde.

Laut Wittmann gehe der Papst mit seinen Empfehlungen und Forderungen ans "Eingemachte" unserer vorherrschenden Wirtschaftsform. Es sei Zeit, "in einigen Teilen der Welt eine gewisse Rezession zu akzeptieren und Hilfen zu geben, damit in anderen Teilen ein gesunder Aufschwung stattfinden kann." Für den Papst sei klar, dass die Frage der Ökologie nicht losgelöst werden könne von der Frage der sozialen Gerechtigkeit und der Problematik unterschiedlicher Machtverteilung. In der Frage der sozialen Gerechtigkeit sah die KAB schon immer ihr vorrangiges Aufgabenfeld, sagte Wittmann.
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