Mehr als eine Frauengeschichte
Erna Amanns Lebensgeschichte als Buch

"Dass ich heute ein Buch aus meinem Leben vorstellen kann, verdanke ich in erster Linie meiner Enkeltochter", sagt Erna Amann. Für die Erinnerungen der Oma interessierten sich bei der Präsentation über 80 Gäste.

In der Bücherei lauschten sie der Lebensgeschichte der Altenstädter Oma. Die hat Autorin Roswitha Gruber aus Reit im Winkl aufgeschrieben. Beginnend beim Urgroßvater zieht sich der Bogen bis zu Amanns 80. Lebensjahr. Das Vorlesen übernahm die einstige Zuhörerin Lena. Oft taucht der Name "Beutler" im Buch auf, so "der tüchtiger Großvater Johann Beutler" oder der 1838 geborene Urgroßvater Zacharias.

Nach Amerika


Kärglich waren die Verhältnisse in der Oberpfalz. Um der Armut zu entfliehen, wanderten viele nach Amerika aus. So auch etliche Verwandte von Urgroßvater Beutler, der lieber da blieb. Er hatte es nicht leicht. Bei der Geburt des zweiten Kindes starb die Ehefrau samt dem Neugeborenen im Kindbett. Der 26-jährige Zacharias stand allein mit seinem einjährigen Sohn und zwei neun und fünf Jahre alten Stiefkindern da. Es sollte nicht der einzige Schicksalsschlag bleiben.

Wie nun die zehn- und elfjährigen Schwestern Erna und Liesl in die Fortsetzungsgeschichte eingebunden wurden und urplötzlich als Mägde arbeiten mussten, erzählt der biografische Roman über Erna Amann. Geschrieben hat ihn die Oberbayerin Gruber, bei der Amann vor rund drei Jahren Urlaub gemacht hatte. Gruber hat sich viel mit Frauenschicksalen beschäftigt. Ihre Romanheldinnen haben stets reale Vorbilder. Es sind Frauen, die sich ihren Platz im Leben hart erkämpfen mussten. Mit der optimistischen Grundeinstellung, die ihre Romane durchweht, will sie Frauen Mut machen, ihre eigenen Bedürfnisse anzumelden und mehr für sich selbst zu tun. Das Werk heißt "Wir Bauernkinder" und ist auch als E-Book erhältlich.
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