Mohnöl weckt Jury wach
Innovationspreis für Christine Heist

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (rechts) zeichnete Christine Heist mit dem Innovationspreis des Wettbewerbs "Bayerns beste Bio-Produkte" aus. Links Dirk Vollertsen von Bioland. Bild: hfz
Berlin/Altenstadt/Weiden. Jetzt hat es Christine Heist schwarz auf weiß, dass sie ausgezeichnete Öle produziert und verkauft. Auf der Internationalen Grünen Woche in der Bundeshauptstadt bekam sie von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und dem Vorsitzenden der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ), Josef Wetzstein, den Innovationspreis des Wettbewerbs "Bayerns beste Bio-Produkte" überreicht.

Knapp zwei Jahre ist Heists Ölmühle im "Ökologia" in Altenstadt in Betrieb. Die Produkte vertreibt die 46-Jährige im Internet und in ihrem Laden an der Ecke Fleischgasse am Unteren Markt in Weiden unter dem Namen "Lieblingsöle". Wegen der Liebe kam die Ravensburgerin vor neun Jahren in die Oberpfalz.

Der Satz "Nicht das Außergewöhnliche, sondern das Gewöhnliche außergewöhnlich gut vollbringen" der heiligen Thérèse von Lisieux ist auch das Motto von Heist für ihre Ölmühle. "Wir erfinden das Rad nicht neu, aber Öl ist nicht gleich Öl."

Für das preisgekrönte Bio-Öl werden die Mohnsamen in einer Schneckenpresse bei maximal 40 Grad gepresst und anschließend ungefiltert abgefüllt. Das Öl zeichne sich durch einen zart-nussigen Mohngeschmack aus, sagt Heist.

"Innovativ und einzigartig ist Bayerns erstes Bio-Mohnöl vor allem durch die ausschließliche Verwendung von bayerischem Bioland-Mohn aus der Öko-Modellregion Steinwald", heißt es in der Begründung der Jury. Die Ölmühle leiste einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Nutzpflanzenvielfalt in der Nordoberpfalz.

Kriterien für die Auswahl waren neben dem Geschmack der regionale Rohstoffbezug, die Produktqualität, soziales Engagement des Unternehmens sowie Beiträge des Unternehmens zu Umwelt- und Naturschutz. Die LVÖ schaffe mit diesem Wettbewerb Aufmerksamkeit für hochwertige bayerische Bio-Produkte, die in besonderer Weise Geschmack, Regionalität und Nachhaltigkeit verbinden, sagte Wetzstein bei der Preisverleihung. Damit werde das Ziel der Staatsregierung unterstützt, den Anteil des bayerischen Ökolandbaus bis 2020 auf 12 Prozent zu verdoppeln.
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