Museum bekommt Frisöreinrichtung aus den 50ern
Scheren hinter Glas

Viele Altenstädter werden sich noch an den Frisörsalon in der Schaumbergerstraße erinnern. Mit dem Tod des Ehepaares Holfelder ist einer der letzten alteingesessenen Betriebe im Ort verschwunden. Erinnerungen sind im Museum zu sehen. Bild: cr

Das Museum hat auf Initiative des Ortsheimatpflegers Jörg Krämer die wichtigsten Utensilien der Ausstattung des ehemaligen Frisörsalons Holfelder übernommen. 66 Jahre lang war das Häuschen in der Schaumberger Straße Anlaufpunkt für viele Altenstädter.

Besitzer Josef Holfelder betrieb nach der Lehre beim Salon Lingl in Weiden zunächst von 1947 bis 1953 ein Herrenfrisörgeschäft im elterlichen Wohnhaus am Bahnhofsweg. 1954 zog er in die Schaumbergerstraße um.

Es war die Zeit von Elvis und Bill Haley, Tollen, Petticoats und Nierentische waren Mode. Rosafarbene Waschbecken, Frisiersessel mit rotem Kunstleder und jede Menge Pomadetöpfe waren gefragt. Neben der Rockabilly-Frisur-mit-Haarband und hochgesteckten Haaren war auch der hohe Pferdeschwanz, leichte Locken oder gekräuselte Haare, die hinten in einem Dutt verschwinden oder hochgesteckt wurden, beliebt.

Holfelder betrieb den Salon für Damen- und Herren mit Ehefrau Margaretha bis 2013. Nach dem Tode des Vaters und jetzt der Mutter, übergab Sohn Josef Teile der Einrichtung aus den 50er Jahren und das gesamte Handwerkszeug dem Heimatverein. In zwei Vitrinen sind diese Raritäten zu sehen.
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