Stefani Ulbrich feiert 90. Geburtstag

Die 90 Jahre sieht man ihr nicht an. Den besonderen Geburtstag feiert Stefani Ulbrich im Kreis ihrer Familie, Freunde und Verwandten. Bild: esm
Altenstadt. Stefanie Ulbrichs Herz hat schon immer für die Politik geschlagen. Daran hat auch ihr 90. Geburtstag am gestrigen Donnerstag nichts geändert. Oder doch: "Wenn ich jetzt an meine politisch engagierte Zeit zurückdenke, wird mir klar, was für glückliche Jahre das waren."

Seit 37 Jahren gehört sie dem CSU-Kreisverband an und war 14 Jahre Kreisvorsitzende der Frauen-Union. In der Senioren-Union engagiert sie sich seit der Gründung 1999. Die Mitglieder haben sie inzwischen zur Ehrenkreisvorsitzenden ernannt. Die Jubilarin hat zwischen den Verbänden keinen Unterschied gemacht, sondern in jeden ihr Herzblut gesteckt. "Im Krankenhausausschuss warst du ebenfalls eine treibende Kraft", betont Marianne Rauh, Bürgermeisterin von Theisseil, bei der Gratulation. Für sie sei Ulbrich ihre "politische Ziehmutter".

Als Arbeit hat die Seniorin ihr Engagement nie empfunden. "Mir hat es Freude gemacht, für andere Menschen etwas zu tun, ohne etwas zurückzuverlangen." Der gelernten Krankenschwester und medizinisch-technischen Assistentin sind die Erinnerungen, die sie aus dieser Zeit mitgenommen hat, Lohn genug.

Besonders gern denkt sie an das "Jahr der Behinderten" 1981 zurück. "Da hat die Frauen-Union gemeinsam ein Fest mit den Leuten des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth gefeiert." Heute sei es Tradition, sich regelmäßig mit den Behinderten zu treffen. Ob Sommerfeste, Adventsfeiern oder Weihnachtsbasteln - die 90-Jährige genießt jede Minute mit den Behinderten. "Da hat sich eine Freundschaft zwischen uns entwickelt, die mir viel Kraft schenkt."

Energie geben ihr auch die vier Enkel, zwei Urenkel und ihre Söhne Steffen (56 Jahre) und Andreas (54). "Leider sehe ich sie nicht so oft, wie ich gerne möchte." Ihre Kinder hat es nach Berlin und München verschlagen. Umso mehr freue sie sich, mit ihnen am Wochenende nachzufeiern. Landrat Andreas Meier gratulierte ihr schon am Jubeltag.

Das Herz der gebürtigen Oberschlesierin hängt nicht nur an der Politik, sondern auch an klassischer Musik. Vor allem slawische Komponisten haben es ihr angetan. "Ihre Stücke sind so melancholisch." Genau richtig, um an die glücklichen Jahre zurückzudenken.
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