Umfassende Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan
Nein zum Bahnhaltepunkte Hammerweg

Die CSU-Gemeinderatsfraktion hat sich mit einer umfangreichen Stellungnahme im Zuge der öffentlichen Beteiligung zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 an Verkehrsminister Alexander Dobrindt gewandt. Fraktionschef Dominik Baschnagel verweist darauf, dass sich seit einigen Jahren engagierte Bürger in Sachen Elektrifizierung der Bahnstrecke schlau gemacht hätten, Im Gegensatz zu vielen anderen Initiativen würden sie nicht nur protestieren, sondern argumentierten.

Kritisch äußert sich die CSU zur geplanten Neueinrichtung eines Bahnhaltepunktes Hammerweg in Weiden. Dieser womöglich neue Haltepunkt liege in Sichtweite des bestehenden Bahnhaltepunkts Altenstadt (Luftlinie 700 Meter). Baschnagel: "Wir befürchten dadurch weitere Belastungen durch Beschleunigungs- und Bremsverkehr."

Die CSU-Gemeinderatsfraktion und die mit unterzeichnenden Bürger nähmen vor allem Bezug auf die Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Marktredwitz-Regensburg. Die CSU sage Ja dazu, weil damit eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in der Region einhergehe. Ebenso befürworte sie die Verbesserung des Personenverkehrs sowie den Plan, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Außerdem bietet sich mit dem Eingriff in das bestehende Streckennetz die Gelegenheit, ausreichenden Lärm- und Erschütterungsschutz für die Anwohner anzuordnen.

Das Ja zur Elektrifizierung werde allerdings mit einigen Forderungen verbunden. Unter anderem:

Ausreichende Lärm- und Erschütterungsschutzmaßnahmen dort, wo die Strecke direkt an Wohnbaugebieten vorbeiführt. Prüfung eines Pilotprojekts "Lärmschutz entlang von Bahnstrecken - keine Beeinträchtigungen für das Wohnen".

Vorrang für Personennah- und Personenfernverkehr und deutliche Verbesserung der Anbindungsmöglichkeiten an die Ballungsräume Regensburg, Nürnberg, München; allen voran Rückfahrmöglichkeiten in den Abend- und Nachtstunden.

Nutzung, Verpflichtung und Kontrolle aller technischen Errungenschaften für Schienenfahrzeuge ("Leise Bremse"), insbesondere auch bei Fahrzeugen aus dem Ausland.

Prüfung von Nachtfahrverboten oder Nachtfahreinschränkungen für Güterverkehr.

Geschwindigkeitsbegrenzungen von 50 km/h oder 60 km/h für Güterzüge in Bereichen von Wohnbebauung.

Langzeitige Lärm- und Erschütterungsmessungen entlang der Strecke im Vorfeld der Lärmvorsorgemaßnahmen (keine Berechnungen).

Keine (schleichende) Erhöhung der Güterverkehrszahlen bis zur Vollendung aller Maßnahmen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.