Vorlesewettbewerb für Schüler
Die Kleinste ganz groß

Anna Riedl (Vierte von links) setzte sich gegen starke Konkurrenz durch. Sie vertritt den Landkreis jetzt beim Bezirkswettbewerb. Links Schulrätin Elisabeth Junkawitsch, daneben Rektorin Gabriela Reitinger-Maier. Bild: cr

Mit ihrer Eingangsfrage "Ist Lesen eigentlich weiblich?" stieß Schulrätin Elisabeth Junkawitsch auf große Heiterkeit. Kein Wunder, acht Mädchen (eines war krank geworden) und ein Junge aus unterschiedlichen Schulen im Landkreis sorgten für Spannung beim Kreisentscheid des 57. Vorlesewettbewerbs.

Die Schulsieger, allesamt Sechstklässler, strengten sich in der Mittelschule Altenstadt zwei Stunden lang mächtig an. Konzentration war großgeschrieben. Sie machten es der Jury - Gregor Forster, Kreisrätin Christa Kick, Barbara Heser vom Kreisjugendring, Bettina Kraus von der Buchhandlung Rupprecht, Buchhändler Eckhardt Bodner aus Pressath, Lehrerin Lioba Steghöfer und die Schulrätin Junkawitsch - nicht leicht.

Organisator Jürgen Orlik vom Kreisjugendring dankte Rektorin Gabriela Reitinger-Maier für die Bereitstellung der Mittelschule. Im ersten Durchgang gaben die Schüler Kostproben aus Büchern, die sie sich ausgesucht hatten. Die Themen waren bunt gemischt, lustig bis spannend, aber immer mit großem Engagement präsentiert. Da ging es, um cool sein, um eine Schatzsuche, eine total misslungene Klassenfahrt oder den Ausflug einer ausgeflippten Familie. Sogar eine Halloween-Geschichte war dabei.

Auf die Kür folgte die Pflicht. In dem von Jürgen Orlik ausgesuchten beklemmenden Jugendroman "Wir können alles verlieren. Oder gewinnen" der finnischen Autorin Seita Parkkola geht es um eine gelungene Mischung aus Reality, Fantasy und Abenteuer. Jeder Teilnehmer las fortlaufend einen begrenzten Abschnitt vor.

Die kritische Jury bewertete vor allem den flüssigen Vortrag und die Betonung. Am Ende hatte die Kleinste die Nase vorn: Die Elfjährige Anna Riedl aus Eschenbach, die das dortige Gymnasium besucht, erhielt nicht nur Applaus, sondern darf nun zum Wettbewerb auf Bezirksebene. Alle Teilnehmer erhielten zum Lohn eine Urkunde und einen Buchpreis. Zentrales Anliegen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ist es, die Leselust von Kindern zu wecken und das Buch als Kulturgut zu stärken
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