40-Jähriger hoffte vor Amberger Landgericht vergeblich auf Milde: Haftstrafe bleibt
Pornografie übelster Sorte

Er hatte sehr darauf gehofft, nicht hinter Gitter zu müssen. Doch eine Strafkammer beim Landgericht Amberg machte dem Mann am Mittwoch unmissverständlich klar, dass es beim Besitz und bei der Verbreitung von Kinderpornografie keine Chance gibt, um das Gefängnis herum zu kommen.

Nach der nichtöffentlichen Verhandlung sagte der Amberger Landgerichtsvizepräsident Gerhard Maier, der Anklage hätten rund 200 Videos und Einzelfotografien mit kinderpornografischem Inhalt zu Grunde gelegen. Der zur Tatzeit in Schwandorf lebende und heute in Oberbayern wohnende Mann habe diese Aufnahmen über einen Tauschring im Internet erhalten, sie heruntergeladen, auch auf CDs gebrannt. Als er dann Bilder abziehen lassen wollte, sei die Polizei informiert worden. Ohne den Verlauf des eintägigen Prozesses näher zu schildern, ließ Richter Gerhard Maier wissen: "Es war Pornografie von der wirklich übelsten Sorte." Ein Amberger Schöffengericht hatte den 40-Jährigen vor einiger Zeit zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Während des Verfahrens vor der Strafkammer wurde dem Angeklagten nun verdeutlicht, dass diese Strafe von der Höhe her angemessen sei und nicht reduziert werde.

Daraufhin nahm der 40-Jährige seine Berufung zurück. Ein Gutachter hatte ihm volle Schuldfähigkeit attestiert.
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