Bayerns Apotheker treffen sich von heute bis Sonntag in Amberg
Zum Wohl des Patienten

(ehi/dpa) Das Medikationsmanagement steht im Mittelpunkt des 49. Bayerischen Apothekertags, der heute in Amberg beginnt. Hinter dem Begriff verbirgt sich die kontinuierliche Begleitung der medikamentösen Therapie eines Patienten durch den Apotheker.

"Ein optimaler Therapie-Erfolg beim Patienten steht im Vordergrund", betonte Andreas Biebl, Sprecher der Apotheken in Weiden, die Bedeutung eines solchen Managements. Ziel sei es, dass der Apotheker über alle Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel eines Patienten Bescheid weiß, um so mögliche Wechselwirkungen erkennen und beheben zu können.

Hin zum Heilberuf

In Zusammenarbeit mit dem Arzt soll so der größtmögliche Therapieerfolg sichergestellt werden. "Wir wollen weg vom rein kaufmännischen Beruf, hin zum Heilberuf. Wir wollen unser Wissen umsetzen und aktiv zum Wohle des Patienten beitragen", erklärte Biebl den Wunsch der Apotheker. Die verschiedenen Positionen zum "Medikationsmanagement in der Apotheke" werden bei der Eröffnungsveranstaltung des Apothekertags, einer Podiumsdiskussion, dargestellt. Daran nehmen die Landtagsabgeordnete sowie Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Kathrin Sonnenholzner (SPD), und Thomas Benkert, Präsident der Bayerischen Landesapothekerkammer, teil. Neben dieser Diskussion erwartet die Besucher der Fachtagung aber auch ein abwechslungsreiches Fortbildungsprogramm mit Vorträgen und Workshops. Dabei wird außer auf dem Medikationsmanagement der Fokus auch auf der Kinder-Gesundheit liegen.

1,4 Milliarden Arzneimittel

Laut einer neuen Statistik der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, haben die Deutschen vergangener Jahr knapp 1,4 Milliarden Arzneimittel aus Apotheken geholt. Davon gab es rund 870 Millionen auf Rezept. 522 Millionen kauften die Deutschen auf eigene Rechnung. Danach haben die rund 81 Millionen Bundesbürger 2014 im Schnitt 17,2 Arzneimittel bekommen.

Gegenüber dem Vorjahr habe sich damit der Medikamentenkonsum kaum verändert. Er sei sogar von 1,41 Milliarden 2013 auf 1,39 Milliarden 2014 leicht zurückgegangen. Pro Einwohner und Jahr beliefen sich die Medikamentenkosten auf 527 Euro.
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